SPD kritisiert Maulkorb bei Thema Fracking

Ingo

Kreis Kassel. Scharfe Kritik übt die SPD im Unterkreis Kassel an der hessischen Landesregierung wegen deren Haltung zur umstrittenen Erdgassuche in Nordhessen durch die Fracking-Methode.

Als „bodenlose Frechheit“ bezeichnet es Unterkreisvorsitzender Ingo Pahl (Fuldabrück), dass die Bürgermeister zum Fracking nicht gehört werden und die Stellungnahmen der Kommunen ignoriert werden sollen.

Unter Fracking versteht man die Förderung von Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten unter Einsatz von giftigen Chemikalien. Gegner des Verfahrens befürchten, dass das Grundwasser verseucht werden könnte.

Thema Trinkwasser

Das Regierungspräsidium Darmstadt, das für das Genehmigungsverfahren zuständig ist, vertritt die Position, dass sich Städte und Gemeinden in ihren Stellungnahmen zum Fracking nicht zum Thema Trinkwasser äußern dürfen.

Dies könne nicht sein, meint Pahl, schließlich seien die Kommunen für die Lieferung des Trinkwassers verantwortlich. Bürgermeister könnten mit empfindlichen Strafen belegt werden, „wenn sie mit der Qualität des Wassers nicht sorgsam umgehen oder mangelhaft kontrollieren“.

Alle Parlamente dagegen

Die SPD im Unterkreis Söhre werde alles dafür tun, dass es in der Söhre keine Erkundungen geben werde. Alle Parlamente hätten sich gegen das Verfahren ausgesprochen. Die Landesregierung müsse dies berücksichtigen. (hog)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.