Die Sängerchronik lädt mit alten Fotos zu historischem Spaziergang durch das Dorf ein

Die „Kuckucke“ im Wandel der Zeit

Idylle eines Bauerndorfs: Das undatierte Bild zeigt Frauen bei der Kartoffelernte. Heute prägen Neubaugebiete den Baunataler Stadtteil. Repro: Dilling

Vor 50 Jahren schloss sich Altenritte mit Kirchbauna und Altenbauna zur Gemeinde Baunatal zusammen, bald darauf wurde daraus die Stadt Baunatal. Der Austausch des Ortsschildes vor einer großen Schar von Schaulustigen gehört zu den historischen Motiven, die in der Festschrift der Chorvereinigung Altenritte als Fotodokumentation über den Wandel des früheren Bauerndorfs zum Baunataler Stadtteil enthalten sind. Die alteingesessenen Karl-Heinz Dolle und Friedhelm Reinhardt haben viele Bilder aus ihrem Privatarchiv beigesteuert.

Text und Bilder laden zu einem historischen Spaziergang durch Altenritte ein. Einst und Heute werden auf Fotos gegenübergestellt. Die Dokumentation enthält Bilder vieler Gebäude und Bauernhöfe, die heute längst abgerissen sind. Da sind Bäuerinnen bei der Kartoffelernte zu sehen und beim Treiben der Kühe über den Katzensteg. Den Schmied Wilhelm Mumberg kann man bei der Arbeit beobachten, ebenso seine Gehilfen, die die frisch geschmiedeten, eisernen Radreifen einst in der Bauna kühlten. Auch Bilder vom Jahrhunderthochwasser, das Altenritte 1992 heimsuchte, enthält die Dokumentation.

Natürlich beschäftigten sich die Autoren auch mit der Herkunft des Spitznamens der Altenritter: Die heißen wahrscheinlich Kuckucke, weil die jungen Männer des Dorfes überall dafür berüchtigt waren, junge Mädchen in den umliegenden Dörfern bei Festen zu bezirzen. Das soll, so sagt der Volksmund, neun Monate später Folgen gehabt haben. Kuckucke sind ebenso dafür bekannt, ihre Eier in fremde Nester zu legen. (pdi)

Die Festschrift mit Fotodokumentation ist zum Preis von fünf Euro ab sofort in den Geschäften von Altenritte sowie bei den Vereinsmitgliedern erhältlich.

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