Geschichtsverein Schauenburg mahnte mehr Unterstützung an

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Vorstand mit Jubilaren der ersten Stunde: Horst Hinn (von links), Christian Abendroth, Erna Dung, Karl Engelbrecht, Luise Schunder, Karl-Heinz Dung, Jörg Schmidt, August Kues, Anneliese Bickelhaupt, Manfred Bollerhey (Vorsitzender), Stefan Dettke und Heinz Vonjahr.

Schauenburg. Der Geschichtsverein Schauenburg wünscht sich mehr Unterstützung von Seiten der Gemeinde, um seine Pläne für eine Erweiterung des Museums in Hoof umsetzen zu können.

So lautete der Tenor während der Jubiläumsfeier des Vereins, der 25 Jahre alt geworden ist, im vollbesetzten Bürgersaal der Schauenburghalle am Wochenende. „Wir hoffen, dass sich die Gemeindegremien zu unserer Arbeit bekennen und es bald eine Lösung gibt“, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Bollerhey.

Zuvor hatte der Elgershäuser Prädikant und Historiker Peter Heidtmann-Unglaube, seit drei Jahren Mitglied, in seinem Festvortrag ein Plädoyer für die Arbeit der Geschichtsvereine gehalten. Diese Vereine hielten gerade in Zeiten des Umbruchs die Dorfgesellschaft zusammen und stifteten Identität. Die „Sammelwut“ ihrer Mitglieder sei wertvoll, weil sie Geschichte für die Bürger erlebbar und begreifbar mache.

Bilder: 25 Jahre Geschichtsverein

25 Jahre Geschichtsverein Schauenburg

Kultur als Standortfaktor

„Geschichte ist gelebtes Leben“, sagte Heidtmann-Unglaube. Die Arbeit des Vereins sei für die Zukunft der Gemeinde, den Zuzug von Neubürgern wichtig. „Kultur ist auch ein Standortfaktor“, meinte der Historiker. Hartwin Neumann vom befreundeten Geschichtsverein Bad Emstal klagte über den Geldmangel und forderte die Gemeinden auf, die Aufarbeitung der Geschichte als öffentliche Pflichtaufgabe festzuschreiben.

Der etwa 80 Mitglieder zählende Verein ehrte eine Reihe von Jubilaren. Dazu zählte Luise Schunder, deren Ehemann Kurt den Verein vor 25 Jahren maßgeblich aufgebaut hatte und langjähriger Vorsitzender war. Wegen Krankheit fehlte er. Jubilar Karl Engelbrecht sagte, er sei überrascht, wie nach den schwierigen Anfängen so viel aus dem Verein geworden sei.

Von Peter Dilling

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