Humorvolle Lesung, Comedy und Kabarett sowie hebräische Klänge beenden Espenauer Kulturtage

Kulturelle Bandbreite zum Abschluss

Tritt im Wickehof auf: Kabarettistin Anka Zink.

Espenau. Die Espenauer Kulturtage gehen in ihre letzte Veranstaltungswoche. An drei Abenden zeigt sich noch einmal die Bandbreite der Kulturtage in der kleinen Gemeinde nördlich von Kassel, die sich in der Reihe der Sommerfestivals behauptet haben.

Im Ort wurde eine Veranstaltungsreihe ganz eigener Prägung entwickelt: nicht so groß – Zimmertheateratmosphäre im Veranstaltungsort Wickehof –, nicht so teuer – Tickets zwischen 12 und 14 Euro – und trotzdem: eine Vielfalt von Veranstaltungen mit Künstlerpersönlichkeiten aus der Region und solchen, die man schon im Fernsehen erleben konnte. Das Angebot von Getränken und kleinen Speisen macht aus dem Festival auch einen kommunikativen Treffpunkt.

Am Donnerstag, 21. August, ab 20 Uhr vertritt Frank Goosen mit seinem Programm „Raketenmänner“ die Gattung: unterhaltsame, humorvolle Lesung. Am Freitag, 22. August, ab 20 Uhr nimmt die Kabarettistin Anka Zink die Widrigkeiten der digitalisierten Welt aufs Korn und unterstreicht noch einmal den Schwerpunkt der Espenauer Kulturtage: Comedy und Kabarett.

Der letzte Abend der Espenauer Kulturtage findet traditionell in der Kirche statt, am Samstag, 23. August, ab 20 Uhr im evangelischen Gotteshaus in Mönchehof. Unter dem Titel „Hebräische Klänge“ führen Instrumentalisten, Sänger und das „Fahrenbacher Chörchen“ unter Leitung von Lotte Ohlendorf jüdische Musik auf. Diese spannt den Bogen von traditioneller jiddischer Musik über sephardische Gesänge und Lieder der Partisanen aus den Pogromen und Ghettos bis zur religiös bestimmten Synagogenmusik.

Die Lieder sind geprägt von melancholischer Schwermut, aber auch von bezauberndem schwungvollen Charme. Seit 20 Jahren widmen sich musikalisch Aktive aus der Witzenhausener Region der Entdeckung dieser Musik. Für Auftritte waren sie vorwiegend an Gedenktagen gefragt, so beim Holocaust-Gedenken in Hessisch Lichtenau, wo der „Verein gegen das Vergessen“ die Gedenkkultur mit besonderem Akzent versieht. Diesen Herbst werden sie noch bei der Feierstunde zur Reichspogromnacht im Rathaus Kassel sein.

Aber in Espenau soll es unbeschwert und freudig darum gehen, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur in unseren Städten am Wachsen sind.

Neben den zahlreichen Instrumentalisten wirken als gesangliche Solisten mit: Cordula Finke-Hölzl, Claudia Meyer, Christian Neie-Marwede und Asmus Heß. Sie werden an der Orgel begleitet von Angelika Großwiele. Dietlinde Jessen vom „Verein gegen das Vergessen“ wird Erläuterungen geben.

Um das Miteinander der Besucher zu fördern, beinhaltet jede Eintrittskarte (Vorverkauf 12 Euro und Abendkasse 14 Euro) zwei Getränke. (bf)

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