Neujahrsempfang des GSV Eintracht: Bürgermeister Manfred Schaub hielt sich bedeckt - 2015 soll Detailplanung erfolgen

Kulturhalle Großenritte beherrschendes Thema

Heinz Bachmann

Baunatal. Wird 2016 mit dem Umbau oder Neubau der maroden Kulturhalle Großenritte begonnen? Diese Frage ließ Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) trotz eines verbalen Vorstoßes von Heinz Bachmann, Vorsitzender des GSV Eintracht Baunatal, während der Neujahrsbegrüßung des Vereins in der Kulturhalle am Wochenende offen. 2015 gehe es in die „Detailplanung“, sagte Schaub.

Der Verwaltungschef ließ sich auch nicht darauf festlegen, ob die Halle in dem - vom GSV favorisierten und vergangenes Jahr vorgestellten - Grobentwurf eines Ersatzneubaus, dessen Umsetzung Kosten in zweistelliger Millionenhöhe auslösen würde, errichtet werden kann. „Ein ausgeglichener Haushalt ist das Maß aller Dinge“, erklärte Schaub in der voll besetzten Kulturhalle. Bachmann hatte zuvor darauf hingewiesen, dass sich die Mängel und Schwächen der Halle 2014 in besonderem Maß gezeigt hätten. Die Qualität der Halle liege noch deutlich unter den „Kasseler Verhältnissen“, die ja in Baunatal gern als Vergleich zu den vielfach besseren Sportstätten der VW-Stadt herangezogen würden. Er erinnerte daran, dass der Verein schon 2012 seine Vorstellungen und Wünsche formuliert habe. Diese orientierten sich am tatsächlich vorhandenen Bedarf. Der GSV-Vorstand hoffe, dass er bei der Fortentwicklung des Bauprojekts dieses Jahr „etwas mehr zu tun“ bekomme als im Vorjahr, erklärte Bachmann.

Ungeduld fehl am Platz

„Es ist keine Ungeduld gefragt, sondern planmäßiges Abarbeiten“, antwortete Schaub in seiner Rede. Auf den Hinweis Bachmanns, die Ergebnisse der von der Stadt im Rahmen der Projektstudie erteilten Prüfaufträge lägen inzwischen wohl vor, ging der Bürgermeister nicht ein. „Wir sind nicht ungeduldig“, sagte der GSV-Chef. Er rechne damit, dass man in der Gaststätte von Uschi Albert noch bis ins Jahr 2016 hinein buchen könne, erklärte er. Die Gaststätte würde abgerissen, wenn es - wie in der Projektstudie vorgeschlagen - zu einem Ersatzneubau kommt.

Bachmann zog eine positive Bilanz für 2014. Die Zahl der Mitglieder sei leicht auf etwa 3100 gestiegen. Mit seinem Hausaufgaben-Coaching und dem Europäischen Freiwilligendienst engagiere sich der Verein über den rein sportlichen Bereich hinaus. Man wolle auch gern bei der Integration der neuen Flüchtlinge in Baunatal helfen, sagte der GSV-Chef.

Von Peter Dilling

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