Zertifikat für Fitness und Ernährung

Kultusministerin Beer zeichnet Baunataler Friedrich-Ebert-Schule aus

+
Immer in Bewegung: Burkay, Janine, Anastasia, Leana, Tom und David aus der Klasse 2b nutzen gern die Spielgeräte, die es in der Pause gibt.

Baunatal. Wenn Burkay (9), Leana (8), Janine (8) und die übrigen Schüler der Klasse 2b der Friedrich-Ebert-Schule (FES) in die große Pause gehen, ist viel Bewegung angesagt. Dafür überreichte die hessische Kultusministerin Nicola Beer Schulleiter Helmut Ellenberg das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“.

Die Mitschüler teilen Pedalos, Bälle, Stelzen und andere Spielgeräte aus. Statt Milchschnitte essen sie lieber frisches Obst und Gemüse vom Bio-Caterer. Und naturbewusst sind sie auch, dank der Exkursionen zum Waldgarten.

Am Mittwoch ließen sich die 297 Schüler sowie Eltern und Lehrer von der hessischen Kultusministerin Nicola Beer (FDP) für ihr Engagement für Fitness und Ernährung in der Mensa loben. Die Ministerin strich dabei die Voreiterrolle der FES heraus. Sie ist die einzige Grundschule im Landkreis und die zweite Schule überhaupt im Landkreis, die diese Auszeichnung erhalten hat.

Das war ein langer Weg, der nach den Worten der stellvertretenden Schulleiterin Bettina Weiß schon vor zehn Jahren begonnen hat. Es war die Zeit, als Playstations und andere Computerspiele sich unter den Schülern verbreiteten. „Wir merkten, dass sich die Kinder immer weniger bewegen und entschieden uns, etwas dagegen zu tun“, erzählt Weiß. Da war bei der Landesregierung die Vergabe von Zertifikaten noch keine Mode.

Wettkämpfe und Kochkurse

Mehr Fitness, mehr Bewegung, sogar tänzerische Spiele im Unterricht, Teilnahme an Wettkämpfen und Sportfesten, das war der erste Schritt. Weitere Bausteine wie Kochkurse, gesundes Frühstück, Biomittagessen, Sport-AGs und ein Trinkbrunnen für den schnellen Schluck Wasser zwischendurch folgten.

Bälle von der Ministerin: Nicola Beer (Mitte) übergab sie Stas (von links), Celine, Stella, David und Kathleen. Schulleiter Ellenberg erhielt das Zertifikat-Schild.

Sogar einen eigenen Nutzgarten bewirtschaften die Schüler bis heute. Auch die Lehrer machten sich in Sachen Gesundheit fit. Sucht- und Gewaltpräventionskurse sowie die Wahl eines Schülerrats machen die Schüler stark und selbstbewusst.

In Kooperation mit der Waldstation Baunatal hat die Schule das Teilzertifikat Umweltschule errungen, eines von mehreren Prädikaten, die jetzt zum großen Zertifikat führten. Das ist auch der von der HNA initiierten Aktion Kinder für Nordhessen zu verdanken, die die erst in diese Woche eröffnete Lernwerkstatt Wald gesponsert hat.

Ministerin Beer strich heraus, dass es der Schule gelungen sei, viele Akteure ins Boot zu holen und die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Neben Eltern, Förderverein, Stadtteilzentrum Baunsberg und Vereinen gehört auch die Kirchengemeinde zu den Partnern.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.