Wanderausstellung an der Deutschen Märchenstraße geplant – Ziel: Aktion soll Bekanntheitsgrad steigern

Kunst am Weg entlang der Grimms

Geheimnisvoll und edel: Der Künstler Frank Wackerbarth und Rapunzel, die Haare der Aluminium-Skulptur reichen in den Himmel, die Figuren sind 5,50 Meter hoch und Teil einer möglichen Wanderausstellung – links die böse Königin aus Schneewittchen. Fotos: Dewert

Kreis Kassel. Moderne Kunst trifft Märchen: Der Künstler Frank Wackerbarth präsentierte kürzlich zur Versammlung der Mitglieder der Deutschen Märchenstraße in Gudensberg außergewöhnliche Aluminium-Skulpturen. Wenn es nach dem gebürtigen Bad Wildunger und Monika Faupel, Kulturbeauftragte der Stadt, ginge, könnte eine Wanderausstellung mit solchen Märchenfiguren bald in jeder Stadt der Deutschen Märchenstraße zu sehen sein. An dieser liegen auch Baunatal und Schauenburg.

Benjamin Schäfer, Geschäftsführer der Märchenstraße, könnte sich sogar vorstellen, dass an Ortseingängen der Mitglieds-Kommunen eine solche Symbolfigur Besucher empfängt. Doch diese Idee und die Wanderausstellung sind derzeit noch Theorie.

Werben in Deutschland

Handfester ist der Wandkalender der Deutschen Märchenstraße. Schäfer präsentierte das erste Exemplar. Der Kalender zeigt zwölf Stationen entlang der Märchenstraße in großformatigen Bildern und stellt die Stationen vor. Auch das Schoss Waldeck ist abgebildet.

Der Kalender für 2013 soll in den nächsten Tagen mit einer Auflage von vorerst 6000 Stück im teNeues-Verlag erscheinen. „Wir wollen und müssen den Bekanntheitsgrad der Deutschen Märchenstraße in Deutschland steigern“, sagt dazu Benjamin Schäfer. Im Ausland sei dieser höher als in der Heimat der Brüder Grimm. Zum Jubiläumsjahr der Kinder- und Hausmärchen (200 Jahre) erscheinen zwei weitere Publikationen. „Die fantastischen Welten der Brüder Grimm entlang der Deutschen Märchenstraße“ ist der Titel eines 128 Seiten starken Reiseführers und ein weiterer Reiseführer „Die Deutsche Märchenstraße“ sollen die 600 Kilometer lange Strecke von Hanau über Kassel bis Bremen bewerben.

„Wir wollen dazu anregen, dass Menschen Interesse haben, ihre nähere Umgebung zu entdecken“, sagt Landrat Uwe Schmidt, Vorsitzender der Deutschen Märchenstraße. Das Jubiläumsjahr der Grimms sei besonders gut geeignet, denn in den Mitgliedstädten gebe es viele märchenhafte Veranstaltungen.

Auf der Internetseite der Märchenstraße würden diese gesammelt und vorgestellt, sagt Schäfer. Es gebe zwar Reiseveranstalter, die Touren entlang der Straße im Angebot hätten, es werde aber ein Konzept erarbeitet, die Vermarktung zu verbessern und die Buchung zu vereinfachen.

Die Publikationen sind demnächst über den Buchhandel, bei den Mitgliedsstädten, über die Geschäftsstelle und die Internetseite der Märchenstraße zu beziehen.

Kontakt: Deutsche Märchenstraße, Kurfürstenstraße 9, Kassel, Tel. 05 61/92 04 79 10. www.deutsche-maerchenstrasse.de

Von Damai D. Dewert

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