Eva Harder-Knote stellt ihre Werke bei Fräulein Schüffler aus

Kunst im Frisiersalon

Tolle Idee: Romy (von links) und Maraike Schüffler stellen ihren Friseurladen als Ausstellungsraum zur Verfügung. Zur Premiere zeigt Künstlerin Eva Harder-Knote dort 16 ihrer Werke. Foto: Hartung

Baunatal. „Wir wollen künstlerisch begabten Menschen eine Plattform bieten, ihre Werke auszustellen“, sagte Maraike Schüffler. Rund 30 Gäste kamen am Freitagabend zur Eröffnung der ersten Ausstellung im Frisiersalon Fräulein Schüffler.

Inhaberin Maraike und ihre Schwester Svenja hatten eine außergewöhnliche Idee. So wurde aus dem Frisiersalon Fräulein Schüffler, den Maraike gemeinsam mit ihrer Mutter Romy führt, die Neue Galerie Fräulein Schüffler. Ab jetzt gibt es dort im monatlichen Wechsel zeitgenössische Kunst und regionale kunsthandwerkliche Arbeiten zu sehen. Svenja konnte bei der Eröffnung nicht anwesend sein. Sie ist auch Künstlerin und lebt in Berlin, wo sie derzeit ein großes Projekt hat.

Den Anfang macht Eva Harder-Knote, von der es 16 Werke zum Thema Märchen zu sehen gibt. Die heute 77-Jährige absolvierte nach dem Abitur ein Kunstpädagogikstudium an der Kunstakademie in Düsseldorf. Nachdem sie der Liebe wegen nach Kassel gezogen war und drei Jahre pausierte, führte sie ihr Studium an der Kunsthochschule Kassel bei Professor Bode, dem Gründer der documenta, weiter. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete die gebürtige Darmstädterin als Kunsterzieherin. Seit 1995, nach ihrer Pensionierung, hat sich Eva Harder-Knote voll und ganz auf die Malerei konzentriert. Sie belegte nochmals mehrere Semester an der Kunstakademie. Seit dem Jahr 2000 gibt es ihre Werke in eigenen Ausstellungen zu sehen. Die besondere Umgebung, in der ihre Bilder nun zu sehen sind, findet die Künstlerin sehr gut.

Für die beiden Initiatorinnen ist der monatliche Wechsel besonders wichtig. „So wird die Dekoration an den Wänden für unsere Kunden nie langweilig“, betonte Maraike Schüffler. Besonders freut sie sich, dass sie das kommende halbe Jahr bereits ausgebucht seien.

Auch den Gästen gefiel der Auftakt. Die Bilder seien voller Kraft und Energie, sagte Dieter Grauer (66). Die Ausstellung dauert bis zum 30. April.

Von Tina Hartung

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