Förderkreis versteigert individuell gestaltete Stühle für Niedervellmarer Adventskirche

Kunst für neue Heizung

Zu versteigern: Einige der bereits gestalteten Stühle, die am Sonntag nach dem Erntedankgottesdienst in der Adventskirche versteigert werden sollen, präsentieren (von links) Horst Schönewolf, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Antje Dietz, Vorsitzende des Förderkreises, und Gemeindepfarrer Thomas Vogt. Foto: Brandau

Vellmar. Die neuen Heizkörper in der Niedervellmarer Adventskirche hängen bereits. Sie wurden im Rahmen einer energetischen Sanierung erneuert und spenden den Gottesdienstbesuchern am 30. September, beim Erntedankfest, Wärme. Natürlich kostet eine solche Maßnahme viel Geld. Geld, das zum Teil durch ungewöhnliche Aktionen des erst vor neun Monaten gegründeten Fördervereins beschafft wurde. Allerdings fehlen derzeit noch rund 2500 Euro um alle angefallenen Kosten zu decken.

„Die frühere Pfarrerin Maike Westhelle hatte die Idee, zwanzig nicht mehr benötigte Stühle an Personen zu verteilen, die mehr oder weniger in der Öffentlichkeit stehen“, erklärt Förderkreisvorsitzende Antje Dietz. „Diese Personen sollten ihren Stuhl dann nach eigenen Vorstellungen dekorativ gestalten, damit er beim Erntedankfest am Sonntag, 30. September, öffentlich versteigert werden kann“. Jetzt stehen die Stühle, die unter anderem von Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla, Dekanin Carmen Jellinek, Pfarrer Johannes Stalb oder den beiden früheren Niedervellmarer Pfarrerinnen Maike Westhelle und Mechtild Hoffmann-Bonas gestaltet wurden, in der Kirche.

Sehenswerte Stücke, wie Kirchenvorstandsvorsitzender Horst Schönewolf meint: „Die Stühle sind mit sehr viel Liebe gestaltet worden und ich bin mir ganz sicher, dass es dafür Interessenten geben wird.“

Nach dem Erntedankgottesdienst gibt es zunächst ein gemeinsames Mittagessen im Gemeindesaal und ab 13 Uhr werden Maike Westhelle und Pfarrer Thomas Vogt die Stühle versteigern. „Der Startpreis beträgt pro Stuhl 20 Euro“, sagt Antje Dietz und hofft auf möglichst hohe Gebote.

Das hofft auch Gemeindepfarrer Thomas Vogt. „Aus dem Vollen schöpfen“, so soll das Motto des Erntedankgottesdienstes heißen, kündigt der Seelsorger an. Aus dem Vollen schöpfen beziehe sich aber auch auf den traditionell vom Gartenbauverein geschmückten Altar und die vielen Ideen, die die Mitglieder des Förderkreises gehabt hätten, um die Sanierungsarbeiten des über 50 Jahre alten Gotteshauses zu finanzieren.

„Ich finde es ganz toll, dass sich Menschen dermaßen für ihre Kirche engagieren,“ sagt Vogt. Das zeuge von der guten Stimmung in der Kirchengemeinde. Heute seien eben immer Eigeninitiative und Kreativität gefragt.

Info: Wer sich die fertig gestalteten Stühle schon mal anschauen möchte: www.kirche-niedervellmar.de

Von Werner Brandau

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