Vier Enkel und eine Nachbarin gestalteten ein Riesenbild

Kunstwerk für Oma

Ein Vellmarer Gemeinschaftswerk: Die Enkelkinder Julia (von links), Henry, Nele und Lucas Kurzhals (mit Papas Kater Paul) sowie die Nachbarin Lisa Friedrich malten ein Bild für Karin und Hans-Jürgen Kurzhals. Fotos:  Wienecke

Vellmar. Ganz besonders schön ist das Wohnzimmer von Karin und Hans-Jürgen Kurzhals nach der Renovierung geworden. Doch irgendetwas fehlte noch. Für die Wand über dem Sofa wünschte sich das Obervellmarer Ehepaar, das drei Söhne hat, schließlich ein Unikat.

Documenta als Anlass

Mit Blick auf die documenta sollte es moderne Kunst sein. „Das können wir doch selbst“, beschloss Karin Kurzhals. Schnell waren die vier Enkelkinder, die ebenfalls in Vellmar wohnen, für das Projekt begeistert. Fachkundige Unterstützung gab es von Karl-Heinz Gauler, dem Onkel der 62-Jährigen. Der gelernte Grafiker empfahl Acrylfarben. „Sie halten am besten, und das Bild ist im Anschluss recht pflegeleicht“, erläutert er.

„Jeder hatte seine Ecke“, berichtet Karin Kurzhals. Henry, das jüngste Enkelkind, entschied sich für einen Kreis in leuchtendem Lila. „Ich habe das größte Stück gemalt“, verkündet der Vierjährige stolz. Inzwischen hängt das 1,60 Meter breite Kunstwerk sorgsam gerahmt über dem Sofa. Karin und Hans-Jürgen Kurzhals erfreuen sich jeden Tag daran. „Die Farbe Schwarz haben wir bewusst ausgelassen“, verrät Karl-Heinz Gauler.

Fast wie von selbst fügte sich das Gemälde zusammen. „Alle haben das sehr gut gemacht. Julia ist malerisch besonders begabt. Sie hat auch eine Eins in Kunsterziehung im Zeugnis“, lobt der Obervellmarer, und die Elfjährige strahlt. Unter anderem stammen die lilafarbenen Herzen und die roten Fische von ihr.

Lucas malte Papas Kater

Henrys Bruder Lucas (9) hat seinen vierbeinigen Freund Paul rechts unten verewigt. Allerdings hat Papas Kater dort ein gelbes Fell und einen grünen Punkt auf dem Bauch. Statt Schnurrhaaren zeigt er ein Grinsegesicht. Nele (4) hat mit Hingabe gestempelt. „Die Kinder haben ohne vorzuzeichnen nach eigenen Ideen mit Pinseln und Korkstempeln gearbeitet“, sagt Karl-Heinz Gauler.

Auch Lisa Friedrich (12), die mit ihrer Familie nebenan wohnt und regelmäßig zum Spielen und Einradfahren vorbeikommt, hat an der vierstündigen Produktion mitgewirkt. „Es kam mir vor wie eine Stunde“, erzählt sie.

Von Bettina Wienecke

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