Auftritt des ehemaligen SPD-Vorsitzenden in Brauerei „Knallhütte“ gut besucht – Arbeit als Wahlkampfthema

Kurt Beck in Baunatal kämpferisch

Ahle Wurscht und frisches Bier für Kurt Beck (rechts): Der SPD-Politiker machte Station in Baunatal. Er wurde an der Märchenquelle vor der Hütt-Brauerei von MdB Ullrich Meßmer (Bildmitte) und MdL Timon Gremmels begrüßt. Foto: Wohlgehagen

Baunatal. Mit nordhessischer Ahler Wurscht und einem Karton Bier wurde Kurt Beck (SPD) von seinen Parteifreunden in der gut gefüllten Rengershäuser Brauerei-Gaststätte „Knallhütte“ zünftig begrüßt.

Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und frühere SPD-Vorsitzende kam in einer kämpferischen Wahlrede zum Thema Arbeit und Arbeitsleben schnell auf den Punkt: Die SPD werde es nicht zulassen, so der Gast aus Mainz, dass Arbeitsplätze für fehlgeschlagene Spekulationen an den Finanzmärkten in Haftung genommen werden. Kurt Beck kritisierte, dass es in Deutschland zu viele Menschen gebe, die auch im Alter von 30 Jahren noch in keinem festen Arbeitsverhältnis stehen. „So unterhöhlt man die Stabilität einer Gesellschaft“, sagte Beck, der auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit und fehlende Ausbildungsplätze in südeuropäischen Ländern auf politische Fehler zurückführt. Der prominente Gast forderte, auch die Löhne in Deutschland wieder in Ordnung zu bringen. Jeder habe für seine Arbeit Anspruch auf die Bewältigung des eigenen Lebens, sagte Kurt Beck und bekam dafür von seinen Zuhörern viel Beifall.

Der 64-jährige frühere SPD-Spitzenmann machte gestern Abend trotz seines vierten Wahlkampfauftritts einen frischen Eindruck. Gut gelaunt entschuldigte Beck seine verspätete Ankunft in der Heimat Dorothea Viehmanns mit der spaßig gemeinten Vermutung, dass dies an einem Märchen erzählenden Streckenplaner gelegen haben könnte. (ppw)

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