Kuscheln mit verschmustem Löwen Sambesi

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Seltenes Exemplar: Manuel Wille (32) ist stolz auf seinen weißen Löwen Sambesi. Er ist 4,5 Jahre alt und ziemlich verschmust.

Vellmar. 43 Artisten und 100 Tiere gibt es beim Circus William zu sehen. „Unsere jüngsten Artisten sind zwölf und 15 Jahre alt“, verrät Manuel Wille.

Der Familienbetrieb der Brüder Roberto, Markus, Manolito und Manuel Wille gastiert noch bis einschließlich Pfingstmontag, 20. Mai, auf dem Vellmarer Festplatz. Die weißen Tiger und der weiße Löwe Sambesi gehören zu den Attraktionen.

Blaue Augen: Einer der weißen Tiger aus der Raubtiergruppe.

Schnurrend und brummend wird Manuel Wille von seinen Raubtieren begrüßt, auch Sambesi, der weiße Löwe, will lieber mit dem 32-Jährigen kuscheln, als fürs Foto zu posieren. „Das sind alles meine Babys“, sagt der Dompteur, dessen Vater ebenfalls Dompteur war, über die erwachsenen Tiere. Sicherheit stehe an erster Stelle. „Ich bin ihre Bezugsperson. Das sind Handaufzuchten“, sagt Wille. Der Nachwuchs, der in der Tierschau zu sehen ist, wäre nicht fürs Foto geeignet. „Die kaspern nur herum“.

Neben Friesenhengsten und Arabern sind Zebras, Elen-Antilopen und eine Kamel-Karawane zu sehen. Nachwuchs gibt es bei den Kamelen und den Kaninchen. (pbw)

Termine:  

Der Großcircus William gastiert bis Montag auf dem Festplatz, Brüder-Grimm-Straße in Vellmar, Vorstellungen: heute, 18. Mai, 15 Uhr und 19 Uhr; Sonntag, 19. Mai, 15 Uhr; Pfingstmontag, 20. Mai, 14 Uhr. Kontakt: Tel. 01 72 /3 94 67 71, Infos: www.circus-william.eu

Hintergrund

Zirkus-Unternehmen, die mit Wildtieren wie Großkatzen reisen, sehen sich häufig der Kritik ausgesetzt. Naturschutzorganisationen wie Peta oder Vier Pfoten warfen zum Beispiel im Herbst 2012 in Kassel dem Zirkus Charles Knie vor, Elefanten und Seelöwen nicht artgerecht zu halten. Auch das Training und lange Transporte schadeten den Tieren.

Eine Fotostrecke über den Zirkus

Circus William gastiert in Vellmar

Vor wenigen Wochen siegte der Zirkus Krone gegen die Stadt Darmstadt vor dem dortigen Verwaltungsgericht. Diese wollte das Gastspiel verhindern. Die sei ein unzulässiger Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit, so das Gericht. (mic)

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