Neue Erfahrungsstation der Kita Wühlmäuse hat einen Platz im Ziegeleimuseum gefunden

Ein Labyrinth für die Sinne

Erfordert Geschicklichkeit: Die Kugel in die Mitte des Labyrinths zu befördern, ist nicht so einfach. Die vierjährige Hilda Egbers (von links), Nele Niemeyer (5), Nora Kipenn (4), Enno Hahnekamp (5) und Simon Rombach (3) haben es schon ausprobiert. Foto:Ziemann/nh

Kaufungen. Die Idee, eine neue Erfahrungsstation zu entwerfen, kam Uwe Krause und seinen Schützlingen von der Kindertagesstätte Wühlmäuse bei einem Ausflug in das Museum Sinnesgänge in der Ziegelei in Oberkaufungen.

Es sollte ein Labyrinth auf einer Holzplatte werden, mit einer Kugel, die es in die Mitte zu befördern gilt. „Ein Labyrinth passt sehr gut ins Museum“, sagt Christoph Jöckel vom Vorstand des Vereins Erfahrungsfeld. „Es fasziniert Menschen seit Jahrtausenden und symbolisiert den Lebensweg, von außen in das Innere und wieder zurück, erklärt er.“ Die Kugel in die Mitte des Labyrinths zu befördern, erfordert Geschicklichkeit. Besonders schwierig wird es, wenn mehrere Personen versuchen, die Kugel zu lenken.

„Die Kinder waren von der Idee, eine neue Erfahrungsstation für das Museum zu entwerfen, sofort angetan.“

uwe krause

Krause kam die Idee, weil er gerne etwas zum Museum beisteuern wollte. „Ich möchte der Gesellschaft auch mal etwas zurückgeben“, sagt er. So enstand das Projekt, das er und seine 16 „Wühlmäuse“, im Alter von einem bis sechs Jahren aus der Niederkaufunger Kita verwirklicht haben. „Die Kinder waren von der Idee, eine neue Erfahrungsstation für das Museum zu entwerfen, sofort angetan“, sagt der Sozialpädagoge. „Sie haben am Modell begeistert gemalt, gezeichnet, geschraubt und gebastelt.“

Gefertigt wurde das Labyrinth größtenteils von Betrieben aus der Kommune Niederkaufungen. Das sei viel Arbeit gewesen, so Krause. Die Holzplatte wurde von einer Schreinerei gefräst und geölt, die Halteseile von einer Schlosserei angebracht. Die neue Erfahrungsstation ist nun nach vier Monaten fertiggestellt und hat ihren Platz im Ziegeleimuseum eingenommen. Das von mehreren Sponsoren finanzierte Projekt kostete etwa 600 Euro. Am Schluss blieben noch 200 Euro übrig, die Krause mit Freuden an Christoph Jöckel überreichte. „Mir ist es sehr wichtig, dass aller Gewinn an die Sinnesgänge geht.“

Von Theresa Ziemann

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