Baunataler Diakonie kooperiert mit tegut – Arbeit für Behinderte

Lädchen für alles

Erster Einkauf: Joachim Bertelmann (Diakonie, von links), Knut John (tegut), Ortsvorsteherin Hildegard Gunkel-Becker und Vizelandrätin Susanne Selbert nutzten die Eröffnung des Lädchens gleich zum Einkauf. Foto: Dittrich/nh

Baunatal / Oberweser. Erst sterben die Geschäfte in den Orten, dann ziehen die jungen Familien weg. Diesem bedrohlichen Trend im ländlichen Raum wollen die Baunataler Diakonie Kassel und die Lebensmittelkette tegut mit einem im Landkreis Kassel bisher einmaligen Modell in Gieselwerder begegnen: Das Lädchen für alles.

Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der Baunataler Diakonie Kassel (BDK), gibt sich zuversichtlich, einen Beitrag zu leisten, damit die Menschen wieder zurück aufs Land ziehen. Der ländliche Raum müsse von jungen Menschen als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsraum gesehen werden, lautet dabei seine Devise.

Weiterhin erhofft sich Bertelmann positive Effekte für die BDK. „Wir wollen nah bei den Menschen sein. Deshalb ziehen wir uns nicht aus dem ländlichen Raum zurück. Im Gegenteil, wir gehen dorthin“, sagt er. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden, Vereinen sowie Initiativen und Freiwilligen wolle man am Ort die soziale Infrastruktur aufrechterhalten und stärken. Sechs Mitarbeiter sind für das am Mittwoch eröffnete Lädchen verantwortlich. Darunter bis zu drei Menschen mit einer Behinderung. Auch aus diesem Grund geht die BDK mit tegut eine Kooperation ein, sagt BDK-Chef Bertelmann. So schaffe man nämlich für Behinderte ein attraktives, wohnortnahes Angebot.

Dass solch ein Konzept mit dem kleinen Lädchen im ländlichen Raum durchaus funktionieren kann, zeigt ein vergleichbares Geschäft in der Nähe Witzenhausens. Das Sortiment in Gieselwerder wird mehr als 3000 verschiedene Artikel umfassen, darunter auch Produkte aus den Einrichtungen der BDK.

Damit sich das Lädchen als Treffpunkt etabliert, wird es eine Kaffee-Ecke geben. Außerdem will die Deutsche Post AG eine Postagentur in den Räumen einrichten. KOMMENTAR

Von Peter Kilian

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