Mehr als 80 Geschäftsleute machen mit

Läden als Schutzraum für die Jüngsten

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„Wo wir sind, bist du sicher“: Elternvertreterin Sabine Blaschek (von links), Bürgermeister Michael Reuter und Regenbogen-Schulleiterin Ilse Eckhardt stellten das Notinsel-Plakat im Bürgerhaus vor.

Lohfelden. Notinsel ist der Titel eines Präventionsprojekts der Gemeinde Lohfelden, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Rathaus und der Präventionsbeirat werben um Geschäftsinhaber, die bereit sind, Kindern in Notsituationen Zuflucht zu gewähren.

Bisher haben schon mehr als 80 Gewerbetreibende ihre Teilnahme an der von der Hänsel + Gretel- Stiftung ausgehenden Aktion zugesagt.

„Es können gern noch mehr werden“, sagte Ordnungsamtschef Marko Haselböck unserer Zeitung. Beteiligen könne sich jeder Gewerbetreibende, der über einen ebenerdigen Laden mit Publikumsverkehr verfügt.

Den Initiatoren, allen voran Lehrern und Eltern der Regenbogenschule, geht es um Kinder, die Angst vor Gefahren haben oder sich bedroht fühlen. Große Aufkleber an den Türen oder Schaufenstern der Geschäfte sollen den Schutzbedürftigen im Notfall die Zufluchtsorte anzeigen. Die Gefahren für Kinder können vielfältig sein, wie eine Bedrohung durch gewaltbereite Jugendliche, ausländerfeindlich motivierte Auseinandersetzungen oder die Angst vor aggressiven Tieren.

„Auf Kinder können immer Gefahren lauern, wenn sie aus der vertrauten Umgebung herauskommen“, sagte die Leiterin der Regenbogenschule, Ilse Eckhardt. Elf- und zwölfjährige Grundschüler zeigten in einem Stegreifspiel, wie es einem Mitschüler ergehen kann, dem der Ranzen gestohlen wird. Während der Vorstellung des Projektes warben auch Bürgermeister Michael Reuter (SPD) mit Dieter Dixius vom Ordnungsamt, der Boxer und Sicherheitstrainer Mohammed Rasuli und Sabine Blaschek - Unternehmerin aus Lohfelden und Mutter eines Regenbogenschülers - für das Notinsel-Projekt. (ppw)

Weitere Informationen im Rathaus Lohfelden, Lange Straße 20, Ordnungsbehörde, Tel. 0561/5110223 und 0561/5110224.

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