Über 160 Beschwerden

Noch immer Probleme mit Busverkehr im Kasseler Osten

Warten in der Kälte: Niels Benzenhöfer (12) aus Sandershausen ärgert sich über häufige Verspätungen. Oft seien die Busse zu voll.

Niestetal / Kassel. Auch nach Ferienende läuft es im Busverkehr im Kasseler Osten mit dem neuen Fahrplan noch nicht rund. Eltern beklagen, dass das Umsteigen oft nicht klappt, weil Busfahrer auf verspätete Kollegen nicht warten, volle Busse an Haltestellen vorbeifahren.

Wegen der Überfüllung soll es nach Angaben von Ana Viehmann, Leiterin der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS), nächste Woche Gespräche zwischen dem Landkreis Kassel und dem Verkehrsverbund NVV geben.

Der erste Schultag nach den Ferien hat für Laura Schröder und Selin Cebeci aus dem Bettenhäuser Feld in Sandershausen nicht gut begonnen: Der kurz vor sieben Uhr erwartete Bus sei nicht gekommen. Deshalb sind die beiden 13-Jährigen zur Haltestelle Salzmannshausen gelaufen. Da fährt aber zunächst mal ein voller Bus der Linie 32 ohne zu halten vorbei. Sie seien schon mal wegen des Busses zu spät ins Lichtenberg-Gymnasium gekommen, sagen sie.

Zumindest für einige Schüler der WLS gab es auch am Montag Morgen Hürden auf dem Weg zum Unterricht. Der Bus der Linie 34 sei nicht gekommen, erzählt Thorben Witzel aus Staufenberg. Deshalb habe ihn sein Vater mit dem Auto gebracht.

Moritz Böttcher (16) aus Uschlag lässt sich möglichst oft von den Eltern fahren. Denn wegen des Fahrplanwechsels treffe der Bus nun viel zu früh an der Schule ein. Das ist auch ein Problem für die WLS. Man habe schon vor den Weihnachtsferien einen Lehrer zur Betreuung abstellen müssen, weil die ersten Schüler, die mit der Linie 33 von Staufenberg anreisen, schon kurz nach sieben Uhr in der Schule angekommen seien. Diesen Bus habe der NVV auf Beschwerden von Eltern am ersten Schultag wieder um rund 20 Minuten später fahren lassen. Das hätte wohl allerdings eine Reihe von Schülern nicht mitbekommen.

An die 50 Beschwerden von Eltern habe sie vor Weihnachten an den NVV weitergeleitet, sagte Viehmann. Eine Antwort habe sie nicht erhalten. Sie sei froh, dass der Landkreis nun vermittele.

Von Peter Dilling

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