Nabu-Gruppe Fuldabrück kümmert sich um Arterhaltung – Tümpel an der Fulda ausgebaggert und saniert

Laich-Biotop für die seltene Karausche

Fuldabrück. Um bedrohten Arten das Überleben zu ermöglichen, hat die Fuldabrücker Naturschutzbundgruppe (Nabu) einen Tümpel an der Fulda bei Dittershausen saniert. Angelegt worden war der Stillwassertümpel in der Nähe der Dittershäuser Brücke im Jahr 1980 in erster Linie für Erdkröten, Grünfrösche und Teichmolche.

Doch inzwischen sind dort neben diesen Amphibien auch Fischarten wie Schleien und Karauschen beheimatet. Diese Karpfenart ist vom Aussterben bedroht und kommt in Hessen nur noch an zwei weiteren Stellen vor.

Im Lauf der Jahre verschlammte der Teich und wucherte zu. Nun ist er auf Initiative der Nabu-Arbeitsgruppe Fuldabrück in Zusammenarbeit mit dem Angelverein Hassia und mit Unterstützung der Gemeinde Fuldabrück wieder in seinen naturgemäßen Zustand versetzt worden. Das 50 Quadratmeter große Laich-Biotop wurde ausgebaggert, der Faulschlamm entfernt und der Teich auf 60 Quadratmeter vergrößert.

Die Fische waren zuvor von Mitgliedern des Angelvereins mit Keschern gefangen worden, im Anschluss an die Arbeiten wurden sie wieder ausgesetzt. Das Gewässer bietet nun wieder den Lebensraum, den die Karausche zur Vermehrung benötigt. Hans Wolfgang Köhler von der Fuldabrücker Nabu-Gruppe freut sich über die Realisierung dieses Projekts und lobt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Bürgermeister Dieter Lengemann hat immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen, und die Gemeinde beteiligte sich an den Kosten in Höhe von 6000 Euro.“

Sorge bereitet Köhler der fehlende Nachwuchs in der Nabu-Gruppe. Wer Interesse hat, kann sich bei ihm melden: Tel. 05 61/ 4 34 85. (pbü)

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