Historische Anlage in Helsa wird 2014 saniert – Kosten: 22 000 Euro – Arbeitskreis bittet um Spenden

Land gibt Geldspritze für Mittelmühle

Klapperndes Mühlrad: Ingo Schmidt (links) stellt das Modell für die Erneuerung des hölzernen Schaufelrads vor. Mit auf dem Bild zu sehen sind Willi Siegert (von links), Landrat Uwe Schmidt und Bürgermeister Tilo Küthe. Foto: Wohlgehagen

Helsa. Das hölzerne Mühlrad der Mittelmühle in Helsa wird im nächsten Jahr mit einem Kostenaufwand von knapp 22 000 Euro erneuert. 50 Prozent des Sanierungsaufwands übernimmt das Land Hessen aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Die zweite Hälfte will der Arbeitskreis Historisches Mühlrad als Mühlenbetreiber durch Spenden aufbringen.

Mit der Förderung wolle man dazu beitragen, eines der letzten Mühlräder in der Region dauerhaft zu erhalten, sagte Landrat Uwe Schmidt (SPD) jetzt in Helsa. Die historische Mittelmühle präge das Dorfbild. Zuvor hatte Arbeitskreisvorsitzender Ingo Schmidt die Gäste, unter ihnen Bürgermeister Tilo Küthe (SPD), Gründungsvorsitzender Willi Siegert und Pfarrer Matthias Friedrich, in der historischen Mittelmühle willkommen geheißen.

„Die Erneuerung des Mühlrads ist dringend erforderlich, wir müssen uns fast täglich um die Anlage kümmern“, sagte Ingo Schmidt bei der Vorstellung der Pläne und eines Modells.

Das Mühlrad erhält ein in sich geschlossenes Gehäuse aus Edelstahl. „Die Seiten werden wegen der besseren Ansicht aber wieder mit Holz verkleidet“, sagte Schmidt. Außer den Wasserradschaufeln soll auch die Rechenanlage erneuert werden. Das erfordere ein spezielles Know-How und sei als Eigenleistung nicht machbar.

Die Mittelmühle in Helsa wurde 1656 erstmalig erwähnt, sie war bis Mitte der 1950er-Jahre als Getreidemühle in Betrieb, wurde dann aber stillgelegt. Seit 1988 betreibt der Arbeitskreis Historisches Mühlrad das rekonstruierte Mühlrad und erzeugt damit Strom für bis zu acht Haushalte.

Willi Siegert berichtete, dass die Rekonstruktion des Mühlrads vor 25 Jahren eigentlich auf den Wiederaufbau des Merten Jäger-Brunnens zurückgehe, für den man Strom benötigt habe. (ppw)

Infos: Tel. 05605/4260

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