Kein Geld da für Realisierung einer weiteren Spange bei Großenritte – Erster Teil wurde 2008 eröffnet

Land: Nein zur Umgehungsstraße

Landwirtschaftliche Fläche: In diesem Bereich könnte einmal der zweite Teil der Ortsumgehung Großenritte gebaut werden. Archivfoto: Kühling

Baunatal. In naher Zukunft wird kein zweiter Abschnitt einer Umgehungsstraße Großenritte gebaut. Aus einem Brief der Landesbehörde Hessen Mobil an die Stadt Baunatal geht hervor, dass es kurzfristig keine Pläne für einen Ableger von der bestehenden Ortsumgehung in Richtung Niedensteiner Straße gibt. Darauf verweist das Baunataler Rathaus in einer Pressemitteilung.

Die Stadt Baunatal habe Anfang Januar beim Land Hessen nach einer Erweiterung der Umgehungsstraße nachgehakt, berichtet Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). In der Antwort teilt nun Hessen Mobil mit, dass im Landeshaushalt kein Geld für das Vorhaben da ist. „Es bestehe keine mittelfristige Finanzierungsperspektive“, heißt es wörtlich.

In der Diskussion

Die Erweiterung der Ortsumgehung ist seit vielen Jahren in der Diskussion. Befürworter gehen davon aus, dass der Ortskern von Großenritte weiter vom Autoverkehr entlastet würde. Beispielsweise kommen viele Mitarbeiter des VW-Werks in Baunatal aus Richtung Niedenstein und rollen weiterhin durch den Stadtteil.

Gegner der Umgehung befürchten hingegen einen deutlichen Eingriff in die Landschaft. Bürgermeister Manfred Schaub hatte zudem zu bedenken gegeben, dass es sicherlich andere Orte in der Region gebe, die erheblich stärker unter dem Autoverkehr litten.

Bis der erste Abschnitt der Umgehungsstraße realisiert wurde, hatte es viele Jahre gedauert. Nach mehreren Jahrzehnten der Planung wurde die Straße, die vom Konrad-Adenauer-Platz in Großenritte Richtung Besse führt, im Jahr 2008 endlich eröffnet. Kritiker beklagen, dass immer noch viele Autofahrer, die aus Richtung Schwalm-Eder-Kreis kommen, durch den Großenritter Ortskern fahren, und nicht den Schlenker über die neue Straße nehmen. Das Teilstück hat eine Länge von 1,65 Kilometern. Die Gesamtkosten lagen bei 3,4 Millionen Euro. 2,65 Millionen Euro Landesanteil wurden von der Stadt Baunatal vorfinanziert, weil kein Geld dafür in der Landeskasse vorhanden war.

Von Sven Kühling

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