Kinderbetreuung für unter Dreijährige – Etliche Gemeinden haben bereits genügend Betreuungsplätze

Landkreis: Ausbau ist auf gutem Weg

Gummistiefel und Kinderjacken: Die Gemeinden schaffen neue Plätze für Kinder unter drei Jahren. Archivfoto: privat/nh

Kreis Kassel. Die Kreisverwaltung sieht den Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige in den 29 Kommunen auf einem guten Weg. Die aktualisierten Planungsdaten zeigten, dass die erforderlichen Platzzahlen zur Betreuung von Kindern zwischen einem und drei Jahren erreicht werden können, teilte Vizelandrätin Susanne Selbert mit. Ab August 2013 besteht ein Rechtsanspruch für die Betreuung von U3-Kindern, bis dahin muss eine Versorgung von 35 Prozent erreicht sein.

Städte und Gemeinden wie Ahnatal, Calden, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Hofgeismar, Immenhausen, Naumburg, Oberweser und Wahlsburg hätten bereits heute das Ausbauziel erreicht oder übererfüllt.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass ein attraktives Angebot dazu führt, dass mehr als die 35 Prozent der Kinder bis zu drei Jahren in Betreuungsplätzen außerhalb der Familie versorgt werden müssen“, so Selbert weiter. Daher investierten auch diese Kommunen weiter in das Angebot an Tageseinrichtungen für Kinder.

Dort, wo auch noch rein zahlenmäßig Ausbaubedarf besteht, haben die betroffenen Städte und Gemeinden gemeldet, wie sie die 35-Prozent-Zielgröße erreichen wollen.

Zum Stichtag 1. März 2012 stand dem Bedarf von 1771 außerfamiliären Betreuungsplätzen (35 Prozent der Kinder unter drei Jahren im Landkreis) ein tatsächliches Angebot von 1436 Betreuungsplätzen gegenüber. „Die Differenz werden wir jetzt in einem Endspurt aufholen“, sagt Selbert. Bei den Betreuungsplätzen seien die Kindertagespflegeplätze eingerechnet.

Der Landkreis empfiehlt, dass zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren durch Veränderungen in der Gruppenstruktur in den Kindertagesstätten geschaffen werden können. Außerdem sei es möglich, reine Krippengruppen einzurichten, sodass freie Plätze in bestehenden Gruppen für jüngere Kinder genutzt werden können. Selbert: „Dies ist auch deshalb möglich, weil die Zahlen zeigen, dass die Versorgung der Kinder über drei Jahren kreisweit mehr als sichergestellt ist.“ Zwar gebe es auch hier einige Gemeinden, die allein nicht genügend Plätze vorhalten könnten, die aber deshalb mit Nachbargemeinden kooperierten. (hog)

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