Vizelandrätin kritisiert hohen Mehraufwand

Landkreis gegen neue Abfalltonne

Kreis Kassel. „Die vom Bundeskabinett beschlossene Einführung einer weiteren Abfalltonne für Wertstoffe ist unnötig“, lehnt Vizelandrätin Susanne Selbert die im Gesetz zur Wiederverwertung von Abfällen vorgesehene zusätzliche Abfalltonne für Wertstoffe ab.

„Wir haben bereits eine Wertstofftonne und das ist die heutige Restmülltonne.“ Der in der grauen Restmülltonne eingesammelte Abfall aus dem Landkreis Kassel werde bereits heute mechanisch in fünf unterschiedliche Abfallarten getrennt und zu 100 Prozent verwertet. Selbert: „Es ist überhaupt kein Problem, die bisherigen fünf Abfallarten weiter zu spezifizieren und die eingesammelten Abfälle noch zielgenauer zu verwerten.“

Einführung problematisch

Problematisch sei vielmehr die Einführung einer weiteren Abfalltonne. Für den Landkreis Kassel und den Eigenbetrieb Abfallentsorgung Landkreis Kassel verursache dies einen „erheblichen Mehraufwand“, informierte die Vizelandrätin.

Außerdem zeigten die Erfahrungen mit dem bisherigen System mit Restmülltonne und dem gelben Sack, dass eine weitere Spezifizierung der Getrenntsammlung nicht funktionieren werde. Bereits heute habe man rund 50 Prozent Restabfälle im gelben Sack, die da nicht hingehörten, aussortiert und entsorgt werden müssten.

Besser vermittelbar und auch für die betrieblichen Abläufe effizienter sei es nach Auffassung der Vizelandrätin, die bisherige Restmülltonne für die gemeinsame Sammlung von Leichtverpackungen aus dem gelben Sack und den Restmüll zu nutzen. (swe)

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