Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nutzen Elektroauto

Landkreis jetzt mit E-Smart unterwegs

Sparsam und umweltschonend: Der Smart gefällt nicht nur Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes. Auch Landrat Uwe Schmidt fuhr das Elektroauto gerne zur Probe. Foto: Grigoriadou

Kreis Kassel. Klein, wendig und umweltschonend. So präsentiert sich das erste Elektroauto der Kreisverwaltung - ein Smart. Ab sofort werden Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Region Kassel in einem weißen Smart ihre Hausbesuche und Stadtfahrten erledigen.

„In der Automobilindustrie kann sich nur etwas ändern, wenn sich die Gesellschaft ändert“, sagte Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Daher ist es wichtig für uns, eine Art Vorbildfunktion für die Bürger zu sein."

Nach intensiven Prüfungen was Wirtschaftlichkeit und organisatorische Punkte betrifft, habe man sich für das Leasen eines Elektrofahrzeugs entschieden, sagte Landrat Uwe Schmidt. Die Anschaffung geht auf einen Kreistagsbeschluss zurück. 45 Dienstwagen stehen den Mitarbeitern zur Verfügung. Von der Reichweite her gesehen könnten mit Elektroautos 30 Prozent aller Dienstfahrten getätigt werden. Das hat die Kreisverwaltung errechnet.

„Das Auto ist für den Fahrzeugpool des Kreishauses sinnvoll, insbesondere für das Gesundheitsamt“, sagte der Landrat. Die Reichweite des Autos beträgt durchschnittlich 150 Kilometer. Dienstfahrten über 80 Kilometer seien nicht elektrotauglich.

Warum ist es aber ein Smart und kein Volkswagen geworden? „Aufgrund der zeitlichen Abläufe konnte der neue E-Up von Volkswagen noch nicht einbezogen werden“, sagte Schmidt.

Allerdings würde bei weiteren Elektrofahrzeugen VW sicherlich bei den Anbietern dabei sein. „Natürlich nur, wenn sich das Auto in der Praxis bewährt“, betonte Schmidt weiter. (pgr)

Das sagt Volkswagen

Dass der Landkreis Kassel als erstes Elektroauto einen Smart bestellt hat, stößt im VW-Werk in Baunatal, wo der Motor für den Kleinwagen E-Up gebaut wird, nicht gerade auf Begeisterung. Es sei zwar so, sagt VW-Sprecher Rudi Stassek, dass der Landkreis das Fahrzeug angefordert habe, als die Produktion des E-Up noch nicht so weit war. An dieser Stelle hätte ein wenig Langsamkeit im Landratsamt aber gut getan. Zumindest bei weiteren Bestellungen für Elektroautos könnten jetzt Modelle von VW bestellt werden, betont Stassek. „Ich freue mich darüber dass das nächste Fahrzeug ein E-Up sein soll.“ (sok)

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