Kreis nimmt Gemeinde in Schutz

Landkreis: Untersuchung der toten Fische war nicht nötig

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Hier wurden tote Forellen gefunden.

Lohfelden/Kassel. Der Landkreis Kassel nimmt die Gemeinde Lohfelden in Schutz: Es habe keinen Anlass gegeben, von den im Wahlebach gefundenen toten Forellen welche einzufrieren und an das Hessische Landeslabor nach Gießen zu schicken.

Wie berichtet, wirft der Kasseler Angelverein Chassalla der Gemeinde vor, keine Fische zur Untersuchung ans Labor geschickt zu haben. Hintergrund ist, dass es sich bei den etwa hundert verendeten Forellen mutmaßlich um die handelt, die im Oktober 2016 von den Anglern ausgesetzt wurden. Der Angelverein hat den Wahlebach unterhalb der Autobahn 7 auf Kasseler Gebiet gepachtet.

„Vor Ort wurde deutlich, dass Sauerstoffmangel die Todesursache der Fische war“, erläutert Kreissprecher Harald Kühlborn. Als die Fische vor über einer Woche im Lohfeldener Teil des Gewässers gefunden wurden, sei auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises vor Ort gewesen. „Die haben den Grund sofort klar und deutlich erkannt.“ Für die Todesursache hätten weit geöffnete Kiemen und hervorgetretene Augen der Tiere gesprochen. Die Untere Wasserbehörde habe der Gemeinde deshalb nur gesagt, sie möge die Tiere entsorgen.

Entsorgung angeordnet

Auch habe man ja gesehen, dass eine Brühe aus dem Abwasserkanal in den Wahlebach fließt, so Kühlborn. Wie berichtet, soll ein vermutlich aus Kanalsanierungsarbeiten stammendes Rohr den Abwasserkanal zum Überlaufen gebracht haben. Wie das Rohr dort hinein kam, muss vom Abwasserverband noch geklärt werden. 

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