Streit um Rückkauf des Stromnetzes

Landrat: FDP-Kritik ist Unsinn

Uwe

Kreis Kassel. Mit scharfen Worten hat Landrat Uwe Schmidt (SPD) die Äußerungen der FDP-Politiker Björn und Klaus-Dieter Sänger zum Rückkauf des Stromnetzes zurückgewiesen.

Die Äußerungen der beiden FDP-Politiker zum Kauf des Netzbetriebs von Eon-Mitte durch die kommunalen Alteigentümer seien „vollkommener Unsinn“ und reinste Panikmache“, so der Landrat in einer Pressemitteilung.

Kein eigenes Geld

Vollkommen aus der Luft gegriffen sei die Behauptung des Kreistagsabgeordneten Klaus-Dieter Sänger, dass durch notwendige Investitionen in ein dann kommunales Stromnetz künftig nicht mehr genug Geld für wichtige Projekte im Landkreis wie zum Beispiel die Sanierung der Schulturnhallen zur Verfügung stehe. „Aus den Kreistagsmitgliedern zugesandten Unterlagen hätte Sänger erkennen können, dass der Landkreis wie alle anderen zukünftigen kommunalen Anteilseigner am Eon-Netz keine eigenen Haushaltsmittel für eventuelle Investitionen aufbringen muss“, so Schmidt.

„Netz auf neuestem Stand“

Im Übrigen gehe aus den Unterlagen hervor, dass das Netz der Eon-Mitte technisch auf dem neuesten Stand und gerüstet für die zukünftigen Anforderungen ist. Sänger verbreite hier „einfach mal irgendwelche Behauptungen, um so den Eindruck zu erwecken, dass sich die Landkreise und die Stadt Göttingen unvernünftig verhalten“.

Schmidt: „Genau das Gegenteil ist der Fall: Wer die Chance jetzt nicht nutzt, die Netze wieder in kommunale Hand zu bekommen, schadet der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landkreises dauerhaft.“ (hog)

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