Gegenwind für Fracking

Erdgasförderung mit Chemie: Landrat fordert Nein vom Land

Kreis Kassel / Kaufungen. Landrat Uwe Schmidt (SPD) fordert die hessische Landesregierung auf, sich gegen Fracking in Hessen, also den Abbau von Erdgas durch Einpressen von mit Chemikalien versetztem Wasser in den Erdboden, auszusprechen.

Die Landesregierung solle dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen und keine Genehmigungen für die Erdgasförderung nach der Fracking-Methode erteilen.

In Nordrhein-Westfalen werde dies auch von der Landtagsfraktion der CDU unterstützt. Damit sei auch die Forderung der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) nach einer sachgerechten Grundlage für weitere Entscheidungen zum Fracking erfüllt, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem begrüßt Schmidt die Beschlüsse der Regionalversammlung Nordhessen, des Kreistages und vieler Gemeinden gegen Fracking.

Nein auch aus Kaufungen

Auch der Kaufunger Bürgermeister Arnim Roß (SPD) schließt sich dieser Forderung an: „Wir fordern daher alle Behörden, die für das Genehmigungsverfahren zuständig sind, und insbesondere die hessische Landesregierung auf, keine Genehmigungen für die Fracking-Erdgasförderung in Nordhessen zu erteilen.“ Der Kaufunger Gemeindevorstand habe bereits mit Beschluss vom 16. Juli das Fracking abgelehnt.

Eine Expertenanhörung wird am Freitag, 5. Oktober, im Regierungspräsidium Kassel, Steinweg 6, stattfinden. Ab 9 Uhr gibt es dort eine Demonstration. (kes)

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