Landrat Schmidt: A7-Konferenz bald auch in Nordhessen

Kreis Kassel. In Nordhessen wird es demnächst ebenfalls eine A7-Konferenz zu der Stau- und Umleitungsproblematik geben. Das erklärte Landrat Uwe Schmidt (SPD) am Donnerstag im Anschluss an das Treffen in Göttingen auf HNA-Anfrage.

Die Konferenz soll als Vorbild für ein Treffen der hessischen Akteure dienen, sagte Schmidt. Eingeladen werden sollen unter anderem Vertreter der A7-Anrainerkommunen, der Polizei und der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil. Ein Termin für die A7-Konferenz auf hessischer Seite ist noch offen.

Neben Landrat Schmidt saß am Mittwoch in Göttingen auch Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) mit am Tisch. Wir haben ihn zu seinen Eindrücken befragt, aber auch mit der Polizei und Hessen Mobil gesprochen. Beide Institutionen waren nicht eingeladen.

Das sagt Bürgermeister Andreas Siebert aus Niestetal 

Andreas Siebert

Siebert ist voll des Lobes für die Organisation der Veranstaltung, zu der der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) eingeladen hatte. Das Treffen sei „sehr gut vorbereitet“ gewesen. Er habe den Eindruck, dass das Land Niedersachsen das Thema „sehr ernst nimmt“. Der Bürgermeister übt in diesem Zusammenhang Kritik am Land Hessen. „Die Idee für eine A7-Konferenz hätte man auch in unserem Bundesland haben können.“ Die Veranstaltung in Göttingen hat nach Einschätzung Sieberts deutlich gemacht, „dass es Handlungsbedarf gibt“. Nun müsse man mit einer entsprechenden Konferenz auf hessischer Seite reagieren.

Siebert hat bei dem Treffen selbst mehrere Vorschläge gemacht: So müssten die durch blaue U-Schilder gekennzeichneten Umleitungen hinterfragt werden. Außerdem fordert Siebert „mehr Technik auf den Landstraßen“. Er denkt dabei unter anderem an Displays, die den Verkehrsteilnehmern aktuelle Informationen über die Verkehrssituation liefern. Auch eine „Ertüchtigung der A7“ könne dazu beitragen, dass der Verkehr besser fließt.

Das sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil 

Horst Sinemus

Bei der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil hat man nach Angaben ihres Sprechers Horst Sinemus die Berichterstattung über die A7-Konferenz verfolgt und diese an die Zentrale der Behörde nach Wiesbaden weitergeleitet. Man werde sich die Vorschläge der Göttinger Runde anschauen. Sinemus: „Ich gehe davon aus, dass wir ins Gespräch kommen.“

Das sagt Torsten Werner von der Polizei 

Auch die hessische Polizei werde sich intensiv mit den Ergebnissen der A7-Konferenz befassen und prüfen, ob Vorschläge auch auf hessischer Seite umgesetzt werden können, sagte Torsten Werner, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Torsten Werner

Weil es bei der Umleitungsproblematik vor allem um die Bundesstraßen 3, 7 und 27 in den Kreisen Kassel und Werra-Meißner gehe, sei die hessische Seite in Göttingen mit den Landräten gut vertreten gewesen.

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