Dank für Engagement

Herzblut und Verantwortung: Landrat zeichnet ehrenamtliche Helfer aus

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Freuen sich über ihre Ehrenamtskarte: Birgit Pohl (vorn von links), Jens Siegmann, Waldtraud Regina Schmidt, Ingrid Blum, Ingeborg Ritter und Annemarie Hoffmann; Joachim Pfeffer (hinten von links), Bärbel Sieke, Anka Weigl und Rita Brethauer.

Kreis Kassel. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen, gebührt Anerkennung. Die sprach Kassels Landrat Uwe Schmidt (SPD) 13 Ehrenamtlichen auf der Jugendburg Sensenstein aus. Schmidt verlieh ihnen die Ehrenamtskarte des Landes Hessen als Dank für ihr langjähriges Engagement.

„Der Einsatz für den Verein, für Kultur, für Freizeiteinrichtungen oder für andere Menschen gehört zum Kostbarsten, was man geben kann“, sagte Schmidt. Die Karte sei ein Dankeschön für die Zeit und Kraft, die sie schenken.

Sechs der Geehrten engagieren sich mit Herzblut bei der Demenzstelle Barke. Sie betreuen in ihrer Freizeit Menschen mit Demenz. Eine von ihnen ist Birgit Pohl. Fünfmal die Woche kümmert sie sich ein bis zwei Stunden um jemanden. Für „ihren Patienten“ ist sie eine feste Bezugsperson. „Vorlesen, spazieren gehen, essen oder singen, all das machen wir gemeinsam“, erzählt sie. Manchmal sei das sehr hart, ergänzt Bärbel Sieke: „Deshalb ist es gut, dass wir dafür ausgebildet wurden.“

Darum kümmert sich die Demenzstelle Barke. Koordinatorin Martina Buntins ist froh über so viel Engagement. Doch der Bedarf ist nicht gedeckt. „Im September beginnt die nächste Ausbildung. Wir würden uns freuen, den Kreis von 49 Ehrenamtlichen noch zu vergrößern.“

Joachim Pfeffer aus Lohfelden engagiert sich seit 30 Jahren beim ASB. Als Rettungsassistent ist er in Kassel, Kaufungen und Lohfelden mit dem Rettungswagen unterwegs. Eine Arbeit, die dem 46-Jährigen viel Freude macht, aber auch Verantwortung bedeutet. „Schließlich geht es immer um Menschen und ihr Leben“, sagt er. Darüber hinaus engagiert er sich in der Ausbildung, gibt Erste-Hilfe-Kurse und hält Vorträge. Bis zu 72 Stunden ist er im Monat im Einsatz. Hinzu kommen pro Jahr 38 Stunden Fortbildung. „Ohne meine Familie und meinen Arbeitgeber, die das unterstützen, wäre das kaum möglich“, sagt Pfeffer.

Anka Weigl und Rita Brethauer aus Lohfelden sind seit vier Jahren bei der Rettungshundestaffel Kassel-Land des Deutschen Roten Kreuzes aktiv. Ihr Hund Kopper, ein vierjähriger Australian Shepherd, ist einer von sieben Hunden, die sich im Notfall gemeinsam mit ihren Besitzern auf die Suche nach vermissten Menschen machen. „Zweimal die Woche haben wir mit unserem Hund Training“, erzählen die beiden. „Unsere Hunde sind für den Flächeneinsatz in Wald und Wiese ausgebildet.“ Gemeinsam suchen sie nach vermissten Menschen.

Wie spannend Geschichte sein kann, das zeigen Waldtraud Regina Schmidt, Ingeborg Ritter und Jens Siegmann vom Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal. „Ziel unserer Arbeit ist es, Heimatgeschichte aufzuarbeiten und kulturelle Angebote, zum Beispiel mit Ausstellungen und Lesungen zu schaffen“, erzählen sie. Mit viel Herzblut engagieren sich die Vereinsmitglieder seit 25 Jahren für das Gemeindeleben und lassen Geschichte lebendig werden. (pke)

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