Landratswahl: CDU noch auf Kandidatensuche

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Frank Williges

Kreis Kassel. Die CDU als zweitstärkste Kraft im Kasseler Kreistag tut sich schwer bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Landratswahl im nächsten Jahr.

Während die SPD bereits Ende Januar Uwe Schmidt (SPD) für eine weitere Amtszeit auf den Schild hob und sich dabei sogleich dafür aussprach, auch Susanne Selbert als seine Stellvertreterin erneut ins Rennen zu schicken, hüllen sich die Christdemokraten weiter in Schweigen.

Fest steht bis jetzt lediglich: Es soll einen CDU-Kandidaten bei der Landratswahl geben. Frank Williges, Kreisvorsitzender der CDU, sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, als größte Oppositionspartei im 81-köpfigen Kreistag sei es natürlich eine Verpflichtung, einen eigenen Kandidaten zu präsentieren.

Nur, wer soll es sein? Da will sich Williges nicht in die Karten schauen lassen. „Wir sind auf der Suche und haben auch schon Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt.“ Mehr sagt der gewiefte Politiker an dieser Stelle nicht. Wird es ein heimischer Herausforderer, oder ist auch ein Auswärtiger denkbar? Keine Antwort. Kann sich Williges vorstellen, selbst in den Ring zu klettern, um den 59-jährigen Amtsinhaber Schmidt herauszufordern? Keine Antwort. Wann wird die Öffentlichkeit erfahren, für welchen Kandidaten sich die Christdemokraten im Landkreis Kassel entschieden haben? Keine Antwort.

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende sagt, wolle er zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Spekulationen Vorschub leisten. Daher gebe es zu den gestellten Fragen noch keine Antworten. Vermutungen, möglicherweise niemanden zu finden, da in den eigenen Reihen bei der anstehenden Wahl von einem aussichtslosen Rennen ausgegangen wird, verneint Williges indes. Gleichwohl räumt er ein, dass man realistisch genug sei und wisse, es schwer zu haben. Gegen einen Amtsinhaber anzutreten, sei immer schwierig, so Williges.

Von daher beobachtet die CDU nach Auskunft ihres Kreisvorsitzenden gegenwärtig auch ganz genau, wie sich die anderen Parteien im Landkreis positionieren. Sollte es nicht nur zwei Kandidaten geben, sondern drei oder gar noch mehr, dann, so ist Williges überzeugt, sehe es schon wieder ganz anders aus.

Im Augenblick allerdings halten sich die übrigen Kreistagsfraktionen eher bedeckt. FDP-Chef Björn Sänger sagte, bisher habe man sich noch nicht positioniert. Allerdings gebe es auch niemanden, der sich nach seinem Dafürhalten als Kandidat aufdränge.

Die Linken hingegen können sich nach Auskunft Dr. Christian Knoches durchaus vorstellen, einen Kandidaten für die Landratswahl zu nominieren. Man sei im Kreisverband gut aufgestellt, sagte er. Eine Entscheidung werde allerdings nicht vor der Sommerpause fallen.

Von Peter Kilian

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