Stadtmuseum in Altenritte erinnert an eine wichtige Haupt- und Nebenerwerbsquelle

Die Landwirtschaft in den 50er-Jahren

Viele Hände helfen bei der Arbeit: Das Stadtmuseum Baunatal zeigt den Großeinsatz einer Familie bei der Heuernte. Fotos:  Wienecke

Baunatal. Die Landwirtschaft spielte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Dörfern im Bauna-Tal eine wichtige Rolle zur Selbstversorgung und als Haupt- oder Nebenerwerbsquelle. Daher widmet sich das Stadtmuseum Baunatal in Altenritte der Entwicklung in diesem Bereich. Außer in Hertingshausen gab es meist kleinere Betriebe mit bis zu 2,5 Hektar Land.

Da die Viehhaltung nach dem Zweiten Weltkrieg zurückging, wurden frei gewordene Flächen für den Getreideanbau genutzt. Nur größere Betriebe besaßen Ackerschlepper, ansonsten kamen Kühe, Ochsen und Pferde als Zugtiere zum Einsatz. In den 50er-Jahren wurden nach und nach Traktoren angeschafft, in den 60er-Jahren kamen erste Mähdrescher auf. Die arbeitsintensive Ernte konnte nun von weniger Personen erledigt werden.

Obwohl die Technisierung und die modernen Methoden des Landbaus und der Viehzucht zu Ertragssteigerungen führten, ging die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zurück. Immer mehr Menschen strebten besser bezahlte Arbeitsplätze in der Industrie an. Das Land vieler Altenbaunaer Bauern wurde für Gewerbe- und Siedlungszwecke benötigt. Sie erhielten Entschädigungen und siedelten in andere Gebiete um.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte sind sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 05 61/499 21 37, Infos im Internet: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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