Landkreis hat Bettentrakt im Haus 1 der Jugendburg Sensenstein umgebaut und renoviert

Lange Kerls schlafen nun besser

Einfach cool: Das war der erste Kommentar, den Emir (von links), Armin und Mia von der Friedrich-Ebert-Schule Baunatal abgaben, als sie die neuen Zimmer in Haus 1 besichtigten.

Nieste. Die sieben Sechsbettzimmer im ersten Stock des Hauses 1 der Jugendburg Sensenstein waren bisher nicht gerade die komfortabelsten. Über den mäßigen Standard von vor 30 Jahren klagten etwa hochgewachsene Sportler wie beispielsweise die Basketballer.

Denn die Betten waren nur 1,90 Meter lang (jetzt 2,10 Meter). Auch die Zimmergenossen von Schnarchern hatten ein Problem. Das ist nun Vergangenheit. Nach nur knapp dreimonatiger Bauzeit und Schließung präsentiert sich der Bettentrakt mit einer neuen Archittektur, moderner Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung und blitzblanken neuen Sanitärbereichen. Dafür hat der Landkreis 330.000 Euro investiert.

Die Sicherheit seiner Gäste auf der Jugendburg hat sich der Kreis noch mehr Geld kosten lassen. Mit 350 000 Euro schlug die Umsetzung eines modernen Brandschutzkonzepts zu Buche. Dazu gehören feuerhemmende Türen, eine Notbeleuchtung, teilweise feuerresistentes Inventar und eine Brandmeldeanlage für alle Häuser auf dem Sensenstein, die automatisch bei der Feuerwache der Kasseler Berufsfeuerwehr und bei der Wehr in Nieste Alarm schlägt, sobald einer der Rauchmelder in den Zimmern auslöst.

Wände eingezogen

Kernstück der Sanierung im Haus 1 ist aber der Umbau der nicht mehr zeitgemäßen Mehrbettzimmer. Diese sieben Räume wurden durch Zwischenwände geteilt. So entstanden Zweibettzimmer, die teilweise noch über ein Zustellbett verfügen oder aber auch als Einbettzimmer genutzt werden können. Ziel sei es gewesen, die Übernachtungsmöglichkeiten flexibler zu gestalten, sagt Angela Webering, Leiterin der Gästehäuser im Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises.

Erwachsene schliefen oft nicht so gern in den Sechsbettzimmern. Außerdem gelänge es wegen der Geschlechtertrennung von Schulgruppen selten, die Sechsbettzimmer zu füllen. Der Architekt Axel Jäger, der schon die energetische Sanierung des Hauses im vergangenen Jahr konzipiert und begleitet hat, hofft, dass durch die moderne Technik weitere Einspareffekte erzielt werden. Die Lüftungsanlage sorge dafür, dass die Fenster nicht so oft geöffnet werden müssen. Die Lampen werden über Bewegungsmelder gesteuert.

Sehr begehrt

Die Jugendburg ist nach wie vor als Tagungs- und Sportstätte sehr begehrt. Anfragen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Sommerferien 2012 seien schon ausgebucht, sagt Webering. Auch die Wochenenden sind häufig überbucht.

Von Peter Dilling

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