Ausbau an den Lohfeldener Richter-Hallen hat begonnen – Neugestaltung kostet gut eine Million Euro

Lange Straße soll zur Allee werden

Neugestaltung: So soll die Lange Straße künftig aussehen. Auf der Darstellung des Planungsbüros (Blickrichtung Crumbacher Straße) sind die Bushaltestellen und der künftige Haupteingang für das Zentrum für erneuerbare Energien und Elektromobilität zu sehen. Computerillustration: Büro Hesse und Partner

Lohfelden. Exakt 1 040 000 Euro investiert die Gemeinde Lohfelden in den Ausbau der Langen Straße am künftigen Zentrum für erneuerbare Energien und Elektromobilität (ZEED), das in den ehemaligen Richter-Industriehallen entstehen soll. Die Bauarbeiten für das Straßenbauprojekt haben jetzt begonnen. Sie werden bis zum November andauern.

Das von der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro Hesse und Partner (Kassel / Eisenach) erläuterte jetzt die Pläne für die Neugestaltung der Straße.

Allen Verkehrsteilnehmern werde ein „ausreichend dimensionierter Straßenraum“ zur Verfügung stehen, die Straße werde am Ende sieben Meter breit sein, so Diplom-Ingenieur Georg Grodde. Die weiteren Details: Rechtsseitig in Richtung Ortsmitte entstehen entlang den Richter-Hallen ein 2,50 Meter breiter Längsparkstreifen sowie ein drei Meter breiter Fuß- und Radweg.

Keine Masten für Lampen

Auf der anderen Seite vor den Mietwohnungen der Wohnstadt soll der neue Gehweg 2,50 Meter breit werden, daran schließen sich bis zur Fahrbahn im Gegensatz zum jetzigen Zustand ausreichend tiefe, senkrecht angeordnete Bewohner-Parkplätze an. Sowohl die Gehwege als auch die Parkstreifen werden farblich unterschiedlich gepflastert. „Durch die in den Grünflächen vorgesehenen Bäume erhält die Lange Straße einen Allee-Charakter“, erläuterte Grodde. Geplant sei außerdem eine dreidimensionale Beleuchtung, für die man auf Lampenmasten verzichtet: Die LED-Leuchten sollen an den Richter-Hallen und an den Wohnstadt-Häusern befestigt werden.

Das aktuelle Straßenbauprojekt umfasst das Teilstück der Langen Straße von der Crumbacher Straße bis zur Einmündung hinter den Industriehallen (Skateranlage), wo die Firma Kirchner-Solar aus Ahlheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) später die Hauptzufahrt für das ZEED-Projekt anlegen will. Um das in dieser Form europaweit einmalige Zentrum für erneuerbare Energien und Elektromobilität mit Messecharakter, Tagungshotel und Seminarräumen, das eigentlich in diesem Frühjahr eröffnet werden sollte, ist es ruhig geworden. Branchenkenner rechnen nicht damit, dass das von der Krise der Solarwirtschaft betroffene Unternehmen das über die Phase der groben Vorplanung nicht hinausgekommene Zentrum zeitnah umsetzt. An den Kosten für die Neugestaltung der Straße müssen sich Kirchner-Solar und die Wohnungsgesellschaft Wohnstadt beteiligen. (ppw)

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