Landkreis investiert 3,5 Millionen Euro in Sanierung der Langenbergschule in Großenritte

Langenbergschule Baunatal: Schüler ziehen in neues Haus um

Baunatal. Der Umzug ins neue Gebäude ist zwar erst ein paar Tage her, doch die Jungen und Mädchen der 2 a fühlen sich in ihrem Klassenraum schon richtig wohl. Das spürt man einfach. Insgesamt sechs neue Klassenzimmer und vier Gruppenräume sind in dem Anbau an der Langenbergschule entstanden.

Bis 2012 investiert der Landkreis etwa 3,5 Millionen Euro in die Sanierung der fast 50 Jahre alten Grundschule. „Die Schule wird moderner. Sie wird am Ende ein völlig neues Gesicht haben“, sagt Diplom-Ingenieur Harald Pimper vom Kasseler Planungsbüro ANP.

Die Wandlung der größten Baunataler Grundschule kann man bereits jetzt gut erkennen. Der Anbau sticht in warmen Farbtönen in Gelb und Orange hervor. Ebenso die frisch sanierte Turnhalle und demnächst auch der neu hergerichtete Fachräumetrakt. Die noch nicht renovierten alten Gebäude aus dem Jahr 1962 wirken dagegen trist und öde.

Für Schulleiter Dieter Kauffeld ist aber ganz besonders das Innenleben von Bedeutung. Mit den neuen Gruppenräumen, in denen jeweils nur ein Teil aus einer Klasse unterrichtet wird, könnten die Lehrerinnen endlich das pädagogische Konzept der Schule umsetzen. „Individualisierung – das ist das große Thema in der Zukunft“, sagt der Schulleiter.

Weiteres Beispiel für den Blick auf jeden Einzelnen: Obwohl die Zahl von derzeit 355 Schülern der Langenbergschule nach Angaben des Landkreises bis zum Jahr 2015 auf 275 sinken wird, wird das Platzangebot mit dem Umbau erhöht. Jeder Schüler habe damit nach dem Umbau mehr Fläche zur Verfügung, erläutert Uwe Schenk vom Fachbereich Bauen.

Die Sanierung der Langenbergschule ist keineswegs beendet. Als Nächstes ist das Verwaltungsgebäude an der Reihe. Schulleiter Dieter Kauffeld hatte in den vergangenen Jahren immer wieder auf die extreme Enge in den Räumen verwiesen. So fehlte ein Zimmer, in dem sich alle Lehrer gemeinsam zu einer Konferenz treffen konnten. Und an allen Ecken und Enden wurde notdürftig Unterrichtsmaterial gestapelt, weil es keine Lagerräume mit Schränken gab.

Schulleitung und Kollegium ziehen während des Umbaus vorübergehend in die jetzt frei gewordenen Pavillons um. Im Jahr 2012 solle dann schließlich das Hauptgebäude mit weiteren Klassenräumen saniert werden, sagen Schenk und Pimper. Dieses wird ebenso wie die Verwaltung das Satteldach verlieren, sich damit optisch an die anderen Komplexe angleichen.

Stillstand will der Landkreis nach Abschluss des jetzigen Umbaus nicht einkehren lassen. Laut Schenk gibt es bereits Visionen für die weitere Modernisierung über 2012 hinaus. Gedacht ist unter anderem an eine moderne Pausenhalle für die Schule.

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