Kühlschrankgroße Messgeräte sammeln im Kaufunger Wald ein Jahr lang Daten

Laser misst den Wind

Erinnert an Kühlschränke: Die Anlage mit den Messgeräten im Kaufunger Wald sammelt Daten für die Planung von Windkraftanlagen. Foto: Kellner/nh

Kaufungen/Helsa. Sie erinnern auf den ersten Blick ein bisschen an Kühlschränke – die Lasergeräte der Windmessanlage, die das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Systemtechnik (Iwes) im Auftrag der Städtischen Werke Kassel Mitte November im Kaufunger Wald aufgestellt hat. Dokumentiert hat dies mit seiner Kamera unser Leser Ulrich Kellner.

Per Laserstrahlen, die in den Himmel geschickt werden, wird die Geschwindigkeit der Luftpartikel gemessen, erläutert der Windkraftplaner der Stadtwerke, Lars Rotzsche. Auf diesem Weg sollen Informationen zu Windgeschwindigkeit und Windrichtung vor Ort gesammelt werden, die später in die Planung für den Bau von Windkraftanlagen einfließen, um die Kapazitäten den örtlichen Windverhältnissen optimal anpassen zu können. Für den Menschen bestehe beim Einsatz der Lasertechnik keine Gefahr, betont Rotzsche.

Die moderne Lasertechnik kann die bislang üblichen bis zu 140 Meter hohen Messmasten ersetzen, an denen rotierende Schalen die Windgeschwindigkeit messen. Der Vorteil des sogenannten Lidar Geräts (Lidar = Light Detection and Ranking): Es braucht keine Baugenehmigung und kann schnell an einen anderen Ort umgesetzt werden. Das Fraunhofer Iwes hatte die Anwendung von lasergestützten Lidar-Messgeräten im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Programms getestet. Die gesammelten Daten wurden dann mithilfe der Messungen des Fraunhofer-Forschungsmessmastes bei Wolfhagen abgeglichen.

Das Institut verfügt über sechs dieser Lasergeräte. Eines davon arbeitet noch bis zum November des kommenden Jahres – also dann insgesamt ein Jahr – im Kaufunger Wald.

Von Stefan Wewetzer

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