Kirchliche Wanderer nehmen dritten Abschnitt des Jakobswegs in Angriff – Zwei Wochen unterwegs

Sie laufen quer durch die Schweiz

Das Kreuz voran: Das Bild entstand während der zweiten Etappe der Baunataler Jakobsweg-Pilger im vorigen Jahr durch Süddeutschland. Archivfoto: nh

Baunatal. Nun pilgern sie wieder: 45 Menschen vornehmlich, aber nicht nur aus Baunatal machen sich am Samstag, 8. Oktober, auf einen Weg quer durch die Schweiz. Zwei Wochen werden sie unterwegs sein, annähernd 300 Kilometer wollen sie schaffen. Die 14-tägige Etappe gehört zu einem ehrgeizigen Vorhaben. Bis 2018 wollen die Pilger den gesamten Jakobsweg bis nach Santiago des Compostela in Spanien gehen.

Das Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Baunatal-Mitte, ins Leben gerufen von Pfarrer Günter Törner, läuft seit 2009. Gewandert wird stets in den Ferien, dieses Jahr erstmals im Herbst, um der Sommerhitze auszuweichen. Vor dem Jakobsweg hatten Baunataler Pilger seit 2005 bereits alljährlich Pilgerwege in Deutschland unter die Füße genommen – zum Beispiel auf den Spuren der heiligen Elisabeth und des Reformators Martin Luther.

Die 45 Pilger starten kurz hinter der deutschen Grenze auf ihren dritten Abschnitt. Der jüngste Mitwanderer ist 18, der älteste 71 Jahre alt. Neben Baunatalern sind Teilnehmer aus Marburg, Hofgeismar, Malsfeld, Bad Wildungen, Halle, Wetter, Wettenberg, Münster, Stuttgart, Gauting und Uffenheim dabei.

Im Durchschnitt stehen 20 Kilometer auf dem Tagesplan – in der Realität können das mal 13 und mal 30 Kilometer sein.

Die Pilger haben mittlerweile auf Selbstversorgung umgestellt, während sie früher zumeist von Kirchengemeinden am Weg verköstigt wurden. Nun stellen Schweizer Gemeinden – allerdings mit Ausnahmen – lediglich ihre Gemeindehäuser und Kirchen zur Verfügung, berichtet Pfarrer Törner.

Koch aus Rengershausen

Alles andere nehmen die Wanderer selbst in die Hand. Hermann Köster aus Rengershausen, ein Koch, kümmert sich um den Speiseplan. Das Team wird diesen umsetzen.

In der Schweiz wird die Tour aber auf jeden Fall noch leichter zu meistern sein als in zwei oder drei Jahren, wenn es durch Südfrankreich geht, vermutet Pfarrer Törner. Denn dort gebe es gar nicht mehr genug Gemeindehäuser, die den Pilgertross aufnehmen könnten. Die Folge, so Törner: „Vermutlich werden wir überwiegend auf Campingplätzen unsere Zelte aufschlagen müssen.“ (ing) www.kibaum.de Archivfoto: Büntig/nh

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