Am Start beim Transalpine Run

Baunataler im Laufschritt über die Alpen unterwegs: 293 Kilometer auf und ab

Motiviert und topfit: Am Samstag ist Martin Schenker aus Baunatal beim Transalpine Run an den Start gegangen. Mit der LAG Wesertal war er bereits Hessenmeister im Berglauf und Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf. Im Hintergrund ist der Kontaktladen der Diakonie zu sehen. Foto: De Filippo

Baunatal. Man müsse schon ein bisschen verrückt sein, an so einem Wettbewerb teilzunehmen, sagt Martin Schenker. Und doch ist der Baunataler beim Transalpine Run an den Start gegangen - einem 293 Kilometer langen Lauf quer über die Alpen.

Seit seiner Jugend ist das Laufen Schenkers große Leidenschaft, seinen ersten Marathon lief er 1988. Inzwischen ist er 51 Jahre alt und tritt für seinen Verein - die Leichtathletikgemeinschaft (LAG) Wesertal - immer noch regelmäßig bei Wettbewerben an. Begleitet wird er meist von seinem Laufkollegen Jürgen Helm aus Homberg. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Schenker. Deshalb läuft das Duo auch beim Transalpine Run gemeinsam.

Der Extrem-Lauf über die Alpen ist für den Baunataler ein Abenteuer, auf das er lange hingearbeitet hat. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt er. Denn mit einem normalen Marathon habe dieser Wettbewerb wenig zu tun. Die extremen Aufstiege - insgesamt müssen 13.730 Höhenmeter überwunden werden - hätten es in sich. Zudem gebe es keine Erholungsphasen. „Am nächsten Tag musst du wieder ran. Egal, wie schlimm deine Knochen schmerzen.“

Eingespieltes Team: Seit Jahren laufen Jürgen Helm (links) und Martin Schenker gemeinsam. Foto: Marco Berger/nh

Deshalb war auch die Vorbereitung auf das Ereignis sehr intensiv. An den Wochenenden trainierte der 51-Jährige gemeinsam mit seinem Laufpartner, dazu kamen unzählige Laufkilometer im Alleingang. „Ich war zum Beispiel eine Woche bei Verwandten in Südtirol, um Gebirgsstrecken zu testen“, erzählt Schenker. Die Anstiege seien sehr anstrengend gewesen, doch sein Körper habe sich schnell daran gewöhnt.

Dennoch bleibt Martin Schenker realistisch. Sein Ziel: Ankommen. „Ich habe keine großen Ansprüche, was die Zeit betrifft. Mir geht es ums Erlebnis.“ Und das wird in jedem Fall unvergesslich werden.

Wie es Ihnen unterwegs ergeht, werden die beiden nordhessischen Läufer täglich hier veröffentlichen.

Von Ruhpolding in Deutschland geht es in acht Etappen (bis 6. September) bis nach Sexten in Südtirol. Steile Aufstiege und steinige Pfade inklusive.

Von Pamela De Filippo

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