Baunataler leitet Waisenhaus in Namibia – Spenden von HNA-Leser machen vieles möglich

Leben wie in großer Familie

Traumata überwinden: Namibia hat die vierthöchste Aidsrate weltweit. Die meisten der Kinder, die im Omaruru Children´s Haven leben, haben ihre Eltern an die Immunschwächekrankheit verloren.

Baunatal/Omaruru. Kindern eine Perspektive geben: Dieses Ziel hat sich Andreas Möckel gesteckt. Seit knapp einem Jahr leitet der Baunataler ein Waisenhaus in Namibia.

Und dass es den Jungen und Mädchen - meist Aidswaisen - dort gut geht, ist auch ein bisschen das Verdienst von HNA-Lesern. Nach einem Bericht in unserer Zeitung im August spendeten viele von ihnen für das ambitionierte Projekt. „Ich bin noch immer überwältigt von der Resonanz“, sagt Möckel.

Im Kinderheim Omaruru Children´s Haven, das größtenteils durch Spenden finanziert wird, haben 33 Mädchen und Jungen ein Zuhause gefunden. Einen Ort, an dem sie von fünf Betreuerinnen liebevoll umsorgt werden, an dem sie Freunde gefunden haben und lernen.

Bei den Hausaufgaben werden sie zudem von deutschen Volontären unterstützt. „Dadurch haben sich die schulischen Leistungen der Kinder erheblich verbessert“, berichtet Möckel.

Das ist wichtig, denn gute Noten bedeuten für die teils traumatisierten Schützlinge auch bessere Berufschancen. Zudem können sie praktische Erfahrungen sammeln, die ihnen später zugute kommen. In einer Werkstatt lernen sie zum Beispiel, wie man Holz und Metall bearbeitet, und Mädchen bekommen Grundkenntnisse im Stricken und Nähen vermittelt. Seit Neuestem gibt es sogar einen Computerraum mit Internetanschluss.

Für das kommende Jahr hat sich das Team des Omaruru Children´s Haven viel vorgenommen. Ein Neubau soll entstehen, in dem die Jungen und Mädchen in einer familienähnlichen Wohnsituation leben werden. Schlafsäle werden dann der Vergangenheit angehören. Stattdessen gibt es das Gefühl von Geborgenheit.

„Natürlich fließt ein Großteil der Spenden in dieses Bauprojekt“, erklärt Andreas Möckel. Aber auch die laufenden Kosten sowie die Gehälter der Mitarbeiter würden von dem Geld finanziert.

Gute Nachricht: Nach vielen bürokratischen Hürden und einem lang ersehnten Gerichtstermin beteiligt sich nun auch der Staat zu 16 Prozent an der Finanzierung des Kinderheims, im neuen Jahr soll sich der Anteil auf bis zu 25 Prozent erhöhen. Der Großteil der Kosten muss jedoch weiterhin von Spendern getragen werden.

Spendenkonto: Förderverein Omaruru Children’s Haven, Konto 10 60 02 83 37, BLZ 52 05 21 54, Kreissparkasse Schwalm-Eder. Spendenbescheinigungen stellt Werner Oelze aus, Tel. 0 56 63/3 06.

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