Das Team der Kita Dennhausen betreut bis zu 80 Kinder ab dem zweiten Lebensjahr

Leben in der Zwergenburg

Ausruhen nach dem Bällchenbad: Die Kinder der Kita Zwergenburg können sich frei entfalten. Foto: Oschmann

Fuldabrück. In der Kita Zwergenburg in Dennhausen tobt nicht der Bär, aber es tollen dort 69 aufgeweckte Zwerge. Es sind Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, darunter auch muslimische und Integrationskinder, die die Zwergenburg besuchen. Und in der sich ein Team von neun Erzieherinnen unter Leitung von Anita Busse um das Wohl der Kleinen kümmert. Maximal 80 Kindern bietet die Zwergenburg Platz.

Freies Spielen, Sport, Bewegung, möglichst im Freien und bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, gehören zum Konzept. Und soziales Lernen ist wichtig, sagt Busse. Das heißt: Regeln anerkennen, Streit austragen, Rücksicht nehmen, Kompromisse schließen, Verantwortung übernehmen, Selbstständigkeit lernen.

Da habe sich in den 40 Jahren, seitdem es die Kita gibt, viel geändert, erläutert Busse. Bewegung zum Beispiel, daran mangele es heute Kindern oft. Die Familiensituation, die sozialen Verhältnisse seien andere, Alleinerziehende und berufstätige Eltern alltägliche Realität. „All das sind für Kinder Herausforderungen“, weiß die Kita-Leiterin. „Aber die Väter sind heute viel präsenter als früher“, berichtet sie.

Die Eltern, die sich im Förderverein der Zwergenburg engagieren, hätten höhere Ansprüche an die Kita, die Betreuung ihrer Kinder. Diese Kooperation sei wichtig, weil die Kita ja die Familie ergänze. „Oft ist unsere Einrichtung Beheimatung für die Kinder“, sagt Busse.

Rollenspiele, Erzähl- und Bastelstunden, Garten- und Spielprojekte im 1200 Quadratmeter großen Außengelände und immer wieder, im geräumigen Flur, das Bällchenbad, in das die Kinder auch zwischendurch mal eintauchen dürfen, wenn Bewegungsdrang oder Unruhe kurz ausgetobt werden müssen.

„Zwerge unterwegs“

„Zwerge unterwegs“, so heißt ein weiteres Projekt der Kita Dennhausen, die auch Samstags geöffnet hat. Die Kleinen unternehmen Dorfspaziergänge, erkunden ihre Heimat. Sie treffen Menschen, auch schon mal den Bürgermeister, den sie alle kennen, plaudern mit der alten Frau am Fenster, lernen Tiere kennen, besuchen zum Schluss einen Bauernhof. Foto: Oschmann

Von Sabine Oschmann

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