Anwohner warten auf Absperrung an der Flughafenstraße – Handwerksunternehmen an Gebäude interessiert

Leeres Gelände in Fuldabrück: Keine Besserung am Schandfleck

Leeres Gelände in Fuldabrück: Keine Besserung am Schandfleck

Fuldabrück. Lastwagenfahrer parken ihre Brummis, Familien erledigen ihre Notdurft, überall liegt Müll: Der Zustand des leer stehenden Geländes an der Flugfhafenstraße 36 in Bergshausen ist für viele Anwohner ein Ärgernis.

Ende August sollte der Parkplatz abgesperrt werden. Doch passiert ist nichts. „Uns ist daran gelegen, den Schandfleck so schnell wie möglich wegzukriegen“, sagt Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) auf HNA-Anfrage. Doch ihm seien die Hände gebunden. Ohne einen schriftlichen Auftrag des Immobilienmaklers Hans Kössinger könne er nichts machen. „Wir wollen schließlich keinen Hausfriedensbruch begehen“, erklärt Lengemann. Geplant war, dass der Makler mithilfe der Gemeinde die Zufahrt absperrt. Als Material sollten die großen Steine, die auf dem Grundstück liegen, dienen. Von Kössinger hat der Bürgermeister bislang nichts gehört. Doch warum? Auch für die HNA war Kössinger gestern für eine Stellungsnahme nicht zu erreichen.

Er ist derzeit im Urlaub auf Mallorca. Es sieht aus wie vorher „Es sieht alles aus wie vorher“, sagt ein Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Er sorge sich um das Grundstück und wolle der Gemeinde keine Probleme machen. So wie eine weitere Anwohnerin. Auch sie bleibt lieber anonym. Beide wohnen am Spenglershöfchen. Von ihren Häusern blicken sie auf die Rückseite des ehemaligen „Toys Center“-Geländes. Die 58-jährige Anwohnerin berichtet von feiernden Jugendlichen auf dem Gelände. Mit Musik, auch Alkohol sei im Spiel gewesen. „Wenn ich sie angesprochen habe, wurden sie aggressiv und drohten, am anderen Tag zu zehnt wiederzukommen.

Das haben sie auch gemacht.“ Seit ein paar Wochen sei es aber ruhiger. „Ich habe die Jugendlichen nicht mehr gesehen“, sagt die Anwohnerin. Auch wenn die Jugendlichen gingen, die Lkw-Fahrer blieben. Zuletzt war der 58-Jährigen am Montag ein großer Lastwagen hinter der Halle aufgefallen. „Ich bin bestimmt nicht pingelig und liege nicht auf der Lauer“, betont die Anwohnerin. Doch sie mache sich ihre Gedanken und Sorgen. Da Eigentümer und Gemeinde nicht handelten, ergriff sie im Juli mit Nachbarn die Initiative – und baute selbst eine Absperrung. Sie türmten die auf dem Grundstück abgeladenen Reifen aufeinander.

Mit kurzem Erfolg. „Nach zwei Tagen war die Absperrung zerstört, die Reifen über das Gelände verstreut“, berichtet die Anwohnerin. „Da müsste eine größere Befestigung her“, so die Frau. Sie versteht nicht, warum die Gemeinde nicht eingreift: „Auf dem Gelände ist immer mehr Dreck. Das ist eklig.“ Unterdessen zeichnet sich eine Nachnutzung für das Gelände ab. Bürgermeister Lengemann sprach am Dienstag mit einem Interessenten. Es handelt sich um den Inhaber eines Handwerksunternehmens aus dem Landkreis. Schnelle Lösung Wenn es nach Lengemann geht, soll eine Lösung „so schnell wie möglich“ her. Er geht davon aus, dass die Nachfolgefrage in einem Monat geklärt ist. Bis dahin bietet er weiterhin Unterstützung an: „Ich helfe gern.“

Mehr lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Hessischen Allgemeinen.

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