Randalierer am Eisvogelplatz: Der Lehmofen ist zerstört

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Traurig über die Zerstörung: Luca (links) und Ole haben maßgeblich an dem Ofen mitgebaut.

Ahnatal. Blankes Entsetzen herrschte bei den Ahnataler Eisvögeln, der Kindernaturschutzgruppe der Gemeinde, als diese ihren Lagerplatz in einem Waldstück nahe des Bühls zerstört vorfanden. Der Waldplatz ist erneut Randalierern zum Opfer gefallen.

Der Materialwagen der Gruppe wurde aufgebrochen, die Gegenstände verstreut und demoliert. Doch viel schlimmer war für die Kinder die Zerstörung eines nachgebauten keltischen Lehmofens.

Über sechs Stunden hatten die Sprösslinge an dem Ofen gearbeitet. Angefangen vom Lehm stampfen, über das Flechten des Gerüstes bis hin zum Formen des Ofens hatten die Kinder keine Mühen gescheut, um die Feuerstelle nach dem rund 2500 Jahre alten Vorbild der Kelten zu errichten. „Der Ofen war mit viel Herzblut von den Kindern errichtet wurden, es war ihre Arbeit und sie waren sehr stolz darauf. Es ist sehr schade und ärgert uns, dass diese Arbeit in einer solchen Art und Weise missbraucht wurde“, sagt Betreuer Wolfgang Blenkle.

Beim Bau des Ofens habe man sich an der Geschichte orientiert und mit einfachen Mitteln eine Feuerstelle geschaffen, auf der gekocht werden konnte. „Ich war richtig geschockt, als ich den kaputten Ofen gesehen habe“, berichtete Ole. „Die ganze Arbeit ist dahin“, klagte Luca. Die beiden Mitglieder der Eisvögel hatten von Anfang bis Ende beim Bau des Ofens mitgewirkt.

Wütend ist man über den Einbruch in den Waldarbeiterwagen, der mittlerweile zum Materialwagen umfunktioniert wurde. „Es ist der zweite Einbruch binnen zwei Jahren, das ist eine Frechheit“, erzürnte sich Umwelt- und Naturpädagoge Gerd Greskamp.

Vor drei Jahren hatten Randalierer Feuer in dem Wagen, der damals noch ein Unterschlupf der Eisvögel war, gelegt. Seitdem ist der Wagen mit Schadstoffen belastet und kann nicht mehr als Unterschlupf genutzt werden. Deshalb wurde er zum Materialwagen umfunktioniert. (ptk)

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