Grundschule Vollmarshausen wird zur Ganztagsschule

Lehrerstellen genehmigt

Sanierung: Die Grundschule Vollmarshausen wird auf Vordermann gebracht. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Nach einer Zusage der Landesregierung, zusätzliche Lehrerstellen bereitzustellen, hat der Landkreis Kassel als Schulträger die baulich die Weichen für die Umwandlung der Grundschule Vollmarshausen in eine Ganztagsschule gestellt: Das Gesamtprojekt und die Übernahme des gemeindlichen Horts sollen bis 2016 mit wirtschaftlicher Beteiligung der Gemeinde Lohfelden umgesetzt werden.

Für die Sanierung des aus den 1960er-Jahren stammenden Schulgebäudes und für eine Erweiterung der mit 230 Schülern zweitgrößten Lohfeldener Grundschule sind Gesamtkosten von 4,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Kommune beteiligt sich hieran mit einer Million Euro.

Die Inbetriebnahme eines neuen Klassenhauses vor zwei Jahren war der erste Schritt auf dem Weg zur Ganztagsschule. Jetzt läuft die Erneuerung der älteren Schulgebäude auf Hochtouren. Die Sanierung umfasst vier Klassenräume und die Hortbetreuung. Zum Schluss wird ein neues Klassen- und Mehrzweckgebäude kommen, dem der Altbau der Schule (Baujahr 1893) weichen muss. Ein Erhalt dieses Baus komme laut Kreissprecher Harald Kühlborn aufgrund des Raumzuschnitts und Schimmelbefalls im Keller nicht in Betracht.

Landrat Uwe Schmidt und Bürgermeister Michael Reuter (beide SPD) sehen in dem Projekt „wieder ein gutes Beispiel für die Kooperation von Kreis und Kommunen“. Schon mit dem seit Mai 2012 genutzten neuen Klassenhaus habe man einen qualitativen Sprung für Schüler und Lehrer erreicht, heißt es. Dies werde man auch bei den neuen Horträumlichkeiten realisieren.

Die Grundschule in Vollmarshausen ist als Ganztagsschule nach Profil 3 konzipiert. Dies bedeutet, dass alle Kinder zwischen 8.30 und 14.30 Uhr in drei Zeitblöcken unterrichtet werden. Die Schule wird dann ab 7.30 Uhr geöffnet sein und in eigenen modernen Räumen bis 16.30 Uhr eine Betreuung anbieten.

Schulgrenzen bleiben

An den Schulbezirksgrenzen werde sich nichts ändern, sagte Kühlborn auf Nachfrage der HNA, es sei auch keine Änderung für die Zukunft angedacht. Damit dürfte sich das Begehren der Gemeindevertreter, die während der Bereitstellung der finanziellen Mittel für eine Aufhebung der Schulgrenzen votiert hatten, erledigt haben.

Die Schulgemeinde hatte vorgetragen, es allein den Eltern zu überlassen, ob sie ihren Kindern den Besuch der Regenbogenschule oder der Ganztagsschule in Vollmarshausen ermöglichen. (ppw)

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