Das Team vom Wassererlebnishaus in Fuldatal bereitete elf Pädagogen auf Hessen Solar-Cup vor

Lehrkräfte wurden zu Bootsbauern

Ließen die Boote schwimmen: Die Grundschullehrer Angelina Herwig (von links), Mark Meusel, Gertrud Opper und Rebecca Schürmann testeten die Solarschiffchen im Wasser. Fotos: C. Hartung

Fuldatal. Wie baut man eigentlich ein Boot, das stabil auf dem Wasser schwimmt und nicht kentert? Und worauf kommt es an, damit es möglichst schnell fährt? Als Hilfsmittel gibt es einen Propeller und eine Solarzelle – und die Unterstützung von Klaus Memmen und Susanne Popp-Sobirey, dem Team des Wassererlebnishauses in Fuldatal.

Am Freitag gaben die beiden einen Fortbildungskurs für Grundschullehrer aus Kassel und dem Landkreis, die am diesjährigen „Hessen Solar-Cup“ – einem Schülerwettbewerb für solarbetriebene Modellfahrzeuge und -boote – teilnehmen werden.

Für den Antrieb steht allen Teilnehmern der gleiche Bausatz zur Verfügung – den Rumpf müssen die Kinder individuell konstruieren. Damit ihnen die Lehrer dabei volle Unterstützung leisten und den Wettbewerb außerdem sinnvoll in den Unterricht einbinden können, bietet das Team vorgefertigte Unterrichtsmaterialien und ein Begleitheft an. „Bei dem Wettbewerb sind zahlreiche Umweltaspekte integriert“, weiß Klaus Memmen, der Leiter des Hauses.

Wie die Stromerzeugung durch eine Fotovoltaikanlage funktioniere, sei eines der Themen, die in den begleitenden Arbeitsmaterialien behandelt werden, führte Memmen aus.

Elf Lehrer nahmen teil

Die elf Lehrer, die an der Fortbildung, die von den Städtischen Werken gesponsert wurde, teilnahmen, lernten nicht nur Eigenschaften unterschiedlicher Rumpfgrößen kennen sowie Vor- und Nachteile bestimmter Baumaterialien, sondern wurden auch selbst zu geschickten Bootsbauern. Andreas Behnken, der an der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Fuldatal unterrichtet, legte die Drähte der Solarzelle frei, um diese anschließend mit dem Propeller zu verbinden. „Da ist wirklich sehr viel Feinmotorik gefragt“, stellte der Lehrer fest. Bauanleitungen für den Rumpf stellen Klaus Memmen und Susanne Popp-Sobirey zwar zur Verfügung, diese sollen aber eher als Orientierungshilfe dienen. „Die Kinder haben meist gewisse Vorstellungen, wie sie ihr Boot gestalten wollen, daran sollte man sie auch nicht mit Anleitungen hindern“, erklärte Popp-Sobirey den teilnehmenden Lehrern. Die Schüler sollen vielmehr austesten, ob sich ihre Boote auf dem Wasser bewähren können und anschließend die Gründe erörtern, wieso etwas nicht funktioniert. „Nur so festigt sich das Wissen der Schüler“, betonte Klaus Memmen. Der Solar-Cup findet am 4. Juli statt.

Von Carolin Hartung

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