Parlament lehnte Grünen-Antrag ab – Mehrheit: Keine Gefahr für Störche durch Hunde

Leinenpflicht kommt nicht

Nachwuchs in Sandershausen: Das Storchenpaar, das an der Niestemündung sein Nest bezogen hat, zieht zwei Junge groß. Foto: Herzog

Niestetal. Die Gemeinde Niestetal führt keine Leinenpflicht für Hundehalter zum Schutz der am Fulda-Ufer heimisch gewordenen Störche ein: Das Gemeindeparlament lehnte am Donnerstagabend die von den Grünen verlangte Erweiterung der örtlichen Gefahrenabwehrverordnung mit den Stimmen der SPD und CDU ab.

Die Antragsteller sprachen sich noch einmal für diese Regelung aus, die im Sommerhalbjahr auf dem Verbindungsweg zwischen der Fußgängerbrücke nahe der Niestemündung und dem Altarm des Flusses sowie westlich davon gelten sollte.

„Eine Anleinpflicht ist juristisch nicht durchsetzbar“, der Antrag der Grünen habe sich durch den Störche-Nachwuchs ohnehin erledigt und sei nicht mehr zwingend notwendig, sagte Dr. Werner Weißenborn. Der SPD-Sprecher kritisierte den öffentlichen Rummel, den die Initiative der Grünen ausgelöst habe, und forderte mehr Respekt und Toleranz gegenüber Hundehaltern.

Für Jens Horstmann (CDU) hat sich das Thema von allein geregelt: „Es geht auch ohne Leinenzwang“, sagte der Gemeindevertreter für die Christdemokraten.

Zuvor hatte Grünen-Sprecher Eckhard Hempfling das Verlangen seiner Partei noch einmal begründet und „eindringlich“ an die Mitglieder der anderen Fraktionen appelliert, das Gefahrenabwehrreglement der Gemeinde auch im Interesse der besonders gefährdeten Jungstörche zu ergänzen. Der Antrag der Grünen wurde jedoch mit 23 gegen drei Stimmen abgelehnt. (ppw)

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