Abwasser marsch: Neue Druckrohre führen nach einem Jahr Bauzeit von Sandershausen nach Kassel

Neue Abwasserleitung in Betrieb genommen

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Moderne Technik im Pumpwerk Sandershausen: Von hier aus wird die neue Abwasserleitung nach Kassel gesteuert. An der Schalttafel stehen Verbandsvorsitzender Michael Reuter (vorn, von links), Gemeindevertreterin Angelika Großberndt aus Kaufungen, Gemeindevertreter Peter Liesert (Söhrewald) und Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert.

Niestetal/Kassel. Sicherer und kostengünstiger im laufenden Betrieb: Das sind die Vorzüge der neuen Abwasserdruckleitung zwischen Sandershausen und Kassel, die nach einem Jahr Bauzeit in Betrieb genommen wurde.

Die 670 Meter lange Verbindung zum Klärwerk der Stadt Kassel ersetzt die in die Jahre gekommene, fast dreimal so lange bisherige Leitung. Die neue Doppelleitung kann das Abwasser von 11 500 Einwohnern aus dem Landkreis aufnehmen. In das Projekt hat der Abwasserverband Losse-Nieste-Söhre 1,4 Millionen Euro investiert, so viel kostete die Leitung inklusive aller Schachtbauwerke und die Spülbohrung unter dem Flussbett der Fulda hindurch.

„Das ist ein gutes Beispiel für unsere Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel“, sagte der Vorsitzende des Abwasserverbandes, Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter (SPD), der die neue Druckleitung mit seinem Niestetaler Kollegen Andreas Siebert in Gang setzte.

Die alte Leitung habe eine Vielzahl von Schäden aufgewiesen, sagte Diplom-Ingenieur Martin Heer am Pumpwerk in Sandershausen. Vor allem aus Kostengründen habe man sich für die neue Trasse und die 150 Meter lange Dükerleitung durch die Fulda entschieden. Von dort sei die Leitung über Wiesen und am Radweg entlang bis zur Übergabestation an der Fuldastraße weitergeführt worden, sagte Martin Heer. „Das war wirtschaftlich ein dicker Brocken und eine technische Herausforderung“, sagte der Verbandsvorsitzende. Das neue Abwassersystem wird vom Pumpwerk „An der Fulda“ zentral gesteuert. Sollten durch eine Zwischenspeicherung in den Rückhaltebecken unangenehme Gerüche auftreten, schaltet sich eine neu errichtete Dosierstation zu. Dieser wichtigen Neuerung war ein Gutachten der Universität Kassel vorausgegangen. Aktuelle Beschwerden über Gerüche seien ihm nicht bekannt, sagte Bürgermeister Andreas Siebert. (ppw)

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