Niester Karnevalisten begeisterten bei Prunksitzung sogar das Kasseler Prinzenpaar

So lernen Narren fliegen

Mit dem Charme der 70er-Jahre: Die „Girlfriends“ der Niester Narren (Bild) erweckten in schreiend bunten Kostümen die legendäre Hitparade von Dieter Thomas Heck wieder zum Leben. Fotos: Dilling

Nieste. Wenn die Niester Karnevalisten loslegen, wenn der singende Hausarzt Wilfried Kreisel mit Schmelz in der Stimme die alten Schlager auspackt und die Tanzgruppen hohes Bein und Hüftschwung zeigen, dann hebt die Stimmung im Saal der Gaststätte Adler ab. Bei ihrer Prunksitzung am Samstagabend zeigten die Narren, dass sie tatsächlich fliegen können: Adrian Krumme, Koch-Lehrling von der Königsalm, bewies nicht nur, dass er wie einst Michael Jackson tanzen kann. Der junge Mann sprang Salti vor dem Elferrat. Das war Breakdance vom Feinsten, einfach spektakulär.

Die übrigen Akteure, allesamt Niester Talente, mixten einen bunten Cocktail närrischen Frohsinns. Der kennt in dem Dorf an der niedersächsischen Grenze kein Alter: Für jeden Geschmack haben die Narren etwas in ihrer Stimmungskiste. Sonderapplaus gab es für Saskia Barth, der das Publikum mit frenetischem Beifall zeigte, dass es die Sängerin, die jetzt sogar bei Reiner Irrsinn unter Vertrag steht, in der vergangenen Karnevalssaison schmerzlich vermisst hat. Das zweite große Niester Gesangstalent, Alisa Zinke (im Duett mit ihrem Onkel Patrick Schönewolf und später solo), bewies den Zuhörern, dass auch sie ein Goldkehlchen ist.

Für den Humor in der Bütt und scharfe Zungen haben die Niester Karnevalisten gleich eine ganze Schar von Talenten. Wie immer urkomisch präsentierten sich die ungleichen „Schulfreundinnen“ Anne Henkel und Carmen Walz als Passagiere des Traumschiffs „Aida“.

Nico Barth empfahl sich zotig-schlüpfrig als gewandelter Show-Rambo Dieter Bohlen für die vakante Pfarrstelle in Nieste. Bütt-Altmeister Franz Pyszko schwärmte von den steuerlichen Vorteilen als Verheirateter. Vanessa Kühlborn und Sarah Käse sinnierten über die Reize des Sternchens Paris Hilton. Kein Vorbild für die Jugend, befanden sie. Volker Krüger bekannte auf der Bühne seine Vorliebe für schnelle Autos und noch schnelleres Fahren. Wie gut, dass er auf dem Beifahrersitz seine Tochter Larissa als „Schutzengel“ dabeihatte.

Die Tanzgarden, die Funky Devils, die Hells Bells, das Männerballett und die Wild Ladies, gaben auf der engen Bühne ihr Bestes. Tanzmariechen Jana Michel bekam von ihrem Opa Dieter vom Rat der Ehrenritter in Kassel Sonderapplaus. Moderator Klaus Missing wagte mit Kassels Prinzessin Erika ein Tänzchen. Die feierte mit Prinz Marco und Gefolge in Nieste mit.

Von Peter Dilling

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