Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte zeigt ein historisches Lernspiel für ABC-Schützen

Lesekasten hilft beim Buchstabieren

Kärtchen mit Druck- und Schreibschrift: Vetter’s Lese-Kasten diente um 1925 als Hilfsmittel für den Leseunterricht. Foto: Wienecke

Baunatal. Die Hessenstube in Altenritte zeigt nicht nur Museumsstücke rund um das Handwerk und die Landwirtschaft im Bauna-Tal. Auch das Lernen und Spielen kommt nicht zu kurz. „Wir lernen leicht lesen“, verspricht Vetter’s Lese-Kasten seiner Zielgruppe, den kleinen Abc-Schützen.

Kärtchen in 32 Fächern

Das „Hilfsmittel für den neuzeitlichen Leseunterricht“ des Ernst Vetter Verlags ist ähnlich wie ein Setzkasten in 32 Fächer unterteilt. Darin befinden sich kleine Kärtchen mit Buchstaben und Umlauten. Sie können in drei Steckreihen, die sich in der Innenseite des Deckels befinden, zu Wörtern kombiniert werden.

Die Kärtchen sind auf einer Seite mit Druckschrift und auf der anderen mit Schreibschrift versehen und werden durch ein Leinentuch geschützt.

DRGM, die Bezeichnung auf der Rückseite der Verpackung aus Pappe mit Holzdruck, steht für Deutsches Reichgebrauchsmuster, eine Art Patentschutz.

Lesekästen gab es bereits in Sütterlinschrift. Ludwig Sütterlin (1865 bis 1917) war Grafiker und Pädagoge. Er entwickelte 1911 im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums die Sütterlinschrift zum leichteren Erlernen des Schreibens.

Kontakt: Heimat- museum Hessenstube, Ritter Straße 1, und Stadtmuseum Baunatal, Mühlenweg 4, Altenritte, sonntags 14 bis 16.30 Uhr und nach Absprache. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Telefon 05 61/4 99  21  37. www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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