Die Kaufunger Stiftsweihnacht lockte am Wochenende Hunderte Besucher aus der Region an

Leuchtende Kinderaugen als Geschenk

Rute oder Geschenk? Emily (5) ist gespannt, ob der Weihnachtsmann (Arendt Grodzicki) etwas für sie dabeihat.

Kaufungen. Arendt Grodzicki hatte während der Stiftsweihnacht einen der schönsten Jobs: Als Weihnachtsmann verkleidet sorgte der Kaufunger für große Freude und strahlende Augen bei den jungen Besuchern. „Wenn man sich auf Augenhöhe der Kinder begibt und in ihre leuchtenden Augen sieht, dann ist das für mich wie ein Geschenk“, sagte Weihnachtsmann Grodzicki und zog weiter, um kleine Geschenke zu verteilen.

Hunderte Besucher strömten an drei Tagen zu dem auf einer Anhöhe gelegenen Stiftsareal, das sich am späten Freitagnachmittag wegen der anhaltenden Schneefälle in ein wahres Winter-Weihnachtsparadies verwandelte. Die Kaufunger Stiftsweihnacht, organisiert vom Förderverein der Stiftskirche und dem Freiheiter Bürgerverein, ist einer der Höhepunkte im Veranstaltungsjahr der Lossetalgemeinde.

„Das ist wunderschön“, sagte eine Besucherin beim Anblick der tausend kleinen Lichter, die die verschiedenen Stände zierten. Und dort gab es jede Menge zu entdecken: von selbst gestrickten Wollmützen, Pullis, Schals über Weihnachtsdekorationen aus Holz, Ton oder Glas bis hin zu Bio-Honig und Lederpuschen für Babys und Kleinkinder - das Angebot ließ keine Wünsche offen und sorgte letztlich dafür, dass sich die Besucher an den Ständen drängten. So auch beim Weihnachtsbaumverkauf der Familie Hellmold.

Für Unterhaltung sorgten vor allem die Aufführungen auf der Bühne: Beispielsweise die kleinen Schneeflöckchen von der Kaufunger Ballettgruppe unter Leitung von Ulrike Matzel, die den Besuchern ihren Schneetanz zeigten. Oder Björn Sippel: Der Eiskünstler aus Germerode formte aus groben Eisblöcken mit Hammer, Meißel und Kettensäge Kunstwerke wie Sternschnuppen. Allerdings hatten diese nur eine kurze Haltbarkeit: Das einsetzende Tauwetter am Samstag und Sonntag ließ die Werke rasch immer kleiner werden. Dennoch: Das ungemütliche Schmuddelwetter hielt die Besucher nicht auf. „Die Besucherzahlen sind steigend wie immer“, sagte Dekanin Carmen Jelinek, die am Stand des Fördervereins Plätzchen verkaufte. Der Erlös der Stiftsweihnacht fließt in die Sanierung der Kirche.

Von Vera Glass

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