Licht hilft Klima und der Kasse

Gemeinde Nieste investierte in 150 neue LED-Straßenlampen

Licht, das sparen hilft: Armin Schülbe (rechts) und Thorsten Reul von Eon Mitte (Mitte) erläuterten Niestes Bürgermeister Edgar Paul die Funktionsweise der neuen LED-Kofferleuchten. Foto: Dilling

Nieste. Die Leuchtdioden-Technik mit LED ist derzeit die effizienteste Methode, um Stromkosten zu reduzieren und etwas Gutes für das Klima zu tun. Die Gemeinde Nieste hat deshalb 150 alte Straßenlaternen gegen moderne LED-Leuchten ausgetauscht.

Die sollen 43.000 Kilowattstunden weniger elektrische Energie pro Jahr verbrauchen. Das sei der Durchschnittsbedarf von zwölf Einfamilienhäusern, sagte Armin Schülbe, Regionalleiter bei Eon Mitte. Der Stromkonzern hatte von der Gemeinde als günstigster Anbieter den Zuschlag erhalten.

Mit den sogenannten Kofferleuchten mit LED-Technik werde außerdem der Ausstoß von 26 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Dieses klimaschädliche Gas entsteht bei der Produktion von elektrischem Strom, von dem die Leuchtdioden etwa 70 Prozent weniger benötigen als die alten Lampen an den Niester Straßenzügen, die teilweise über 40 Jahre alt waren. Im Neubaugebiet verbleiben weitere 120 Laternen mit Energiesparlampen der ersten Generation. Die hat Eon Mitte nun technisch so ergänzt, dass sie zwischen 22 Uhr abends und 4.30 Uhr morgens automatisch gedimmt werden können.

Die Investition in die LED-Technik rechnet sich nach Ansicht der Gemeindeverwaltung auch finanziell. Die Kosten von 76.000 Euro würden sich in viereinhalb Jahren amortisieren, schätzt Bürgermeister Edgar Paul.

Bei steigenden Strompreisen könne es schneller gehen. Die Gemeinde habe die Gunst der Stunde genutzt, sagte Paul. Das Bundesumweltministerium habe einen Zuschuss von mehr als 16.000 Euro beigesteuert und die staatliche Aufbaubank KfW einen Kredit zu 0,3 Prozent Zinsen. Die Gemeindevertreter hatten sich unter anderem bei einer Besichtigung der von Eon Mitte in Borken aufgebauten Lichtstraße einen Überblick über die beste Technik verschafft.

36 Watt Anschlussleistung

Bei hoher Lichtausbeute verfügen die Leuchten jeweils nur über einen Anschlusswert von maximal 36 Watt. Sie brächten auch einen Zugewinn an Sicherheit, weil sie über maßgeschneiderte Reflektoren verfügten, die den Lichtschein bedarfsgerecht verteilen, erläuterte Schülbe. Der Eon-Mitte-Vertreter rät allen Gemeinden, eine Umstellung auf LED zu prüfen. Die Preise seien in den vergangenen Jahren stark gefallen. Förderprogramme des Umweltministeriums würden nächstes Jahr fortgeführt. (pdi)

Infos zu Fördermöglichkeiten von Kommunen: www. klimaschutz-in-kommunen.de

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