Sicherheitsmängel an den Elektroanlagen

Lichtenberg-Schule: Chemieunterricht auf Sparflamme

Die Gashähne bleiben vorerst zu: Im Chemieraum der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel finden aktuell keine Experimente mit der fest installierten Gasanlage statt. Aus Sicherheitsgründen wurde diese abgeschaltet. Fotos: Schürgels

Kreis Kassel. Keine Experimente mehr im Chemieunterricht. Der Grund: An der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule herrschen Sicherheitsmängel an den Elektroanlagen.

Bei einer Überprüfung der Anlagen seien etliche Sicherheitsrisiken aufgetreten und diese deshalb außer Betrieb genommen worden, heißt es in dem Schreiben, das der HNA vorliegt. „Der Brief ist kein Hilfeschrei der Kollegen, sondern eine Absicherung. Aber ich kann versichern, dass der Chemieunterricht ganz normal weitergeführt wird“, sagt der stellvertretende Schulleiter Markus Crede.

Die Mängel seien im Frühjahr 2015 festgestellt worden, zu dem Zeitpunkt sei allerdings bereits klar gewesen, dass der benachbarte Gebäudekomplex grundlegend saniert wird „und dabei unsere Räume gleich mitgemacht werden“, sagt er weiter.

Zur Überbrückung werden für den Unterricht in den kommenden Wochen mobile Campinggasbrenner angeschafft, damit mit eingeschränkten Möglichkeiten Experimente vorgenommen werden können. „Der Landkreis plant ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die Willy-Brandt-Schule, in dessen Rahmen auch die naturwissenschaftlichen Räume der Lichtenberg-Schule saniert werden“, sagte Kreispressesprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage. Die Planungen für die Umbauarbeiten haben erst begonnen, derzeit arbeiten Architekten an einem Sanierungskonzept. Der Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Bevor allerdings Aufträge vergeben werden können, muss der Haushalt durch den Kreistag und das Regierungspräsidium Kassel genehmigt sein.

Der Gebäudeteil, der direkt an die Nachbarschule angrenzt, stammt aus den 1970er-Jahren, die anderen Gebäudeteile sind bereits in den vergangenen Jahren saniert worden. Die Hauptphase der Sanierung soll in den Sommerferien stattfinden. „Sechs Wochen reichen für die Sanierung natürlich nicht aus, für die Zeit danach wird es Ersatzräume geben, die vor den Umbauarbeiten hergerichtet werden“, sagt Crede.

An der Lichtenberg-Schule gibt es zwölf naturwissenschaftliche Räume, die von der Sanierung betroffen sein werden. Sie werden bereits in der ersten Bauphase erneuert.

Erst kürzlich wurden in der Schule neue Tabletcomputer und Laptops angeschafft. Mit Mitteln, die bereits vor dem Bekanntwerden der Mängel genehmigt wurden: „Wir haben drei Jahre lang IT-Mittel gespart, damit die neue Ausstattung angeschafft werden kann. Es ist falsch, wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass wir bevorzugt für Tablets Geld ausgegeben haben“, fügt er hinzu.

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