Fleischerei Schomberg in Ihringshausen besteht seit 25 Jahren

Liebe zum Beruf wichtig

Mit Freude bei der Arbeit: Fleischermeister Klaus Schomberg (Zweiter von links) liebt seinen Beruf. Unterstützt wird er von Ehefrau Gisela (links) und über 20 Mitarbeitern. Darunter (von links) Wolfgang Vollmer, Fleischermeister Andreas Apel und Manuela Vollmer, die von Anfang an dabei sind. Foto: Schilling

Fuldatal. „Lust und Liebe zum Beruf. Das ist das Wichtigste“, sagt Klaus Schomberg. „Nachts aufstehen und bis abends arbeiten – wenn man die Arbeit nicht gern macht, dann geht das nicht.“ Der Fleischermeister weiß, wovon er spricht. Seit 25 Jahren besteht die familieneigene Fleischerei Schomberg in Ihringshausen, die er führt. Ein Jubiläum, das er im Mai mit Mitarbeitern und Kunden feiern will.

Sein Vater Reinhold Schomberg, der 2013 gestorben ist, hatte den Betrieb im April 1989 eröffnet, als zweiten Standort neben dem bis heute bestehenden Geschäft in Vellmar. Damals schon mit dem Hintergedanken, dass Sohn Klaus, der seinen Meister gemacht hatte, die Fleischerei in Fuldatal übernehmen sollte.

Die Berufswahl ist dem 48-Jährigen nicht schwergefallen. „Ich habe meinem Vater als Kind schon geholfen und bei ihm meine Lehre gemacht.“ Danach arbeitete er in anderen Betrieben, um sich fortzubilden. In Ihringshausen war Klaus Schomberg, gemeinsam mit Ehefrau Gisela, von Anfang an dabei. „Ohne die Hilfe meiner Frau wäre die Arbeit gar nicht möglich“, erklärt er.

Im Januar 1995 übernahm das Ehepaar die Fleischerei. Bis heute stammen alle Fleisch- und Wurstprodukte aus eigener Schlachtung. Die Tiere bezieht Schomberg von Lieferanten aus der Region. Und er betont: „Wir produzieren nichts, was ich nicht selbst mit Genuss essen würde.“

Fleischermeister ist Klaus Schomberg mit Leib und Seele, über die Jahre hat sich fast noch ein zweiter Beruf dazugesellt. „Ich habe Metzger gelernt, aber heute muss man eigentlich auch ausgebildeter Kaufmann sein“, sagt er schmunzelnd. „Mein Vater konnte seine Unterlagen noch in einem Aktenordner unterbringen, ich brauche ein ganzes Büro. Aber da bin ich über die Jahre hineingewachsen.“

Über 20 Mitarbeiter beschäftigt Schomberg an den beiden Standorten des Familienbetriebes. Und er geht auch mal ungewöhnliche Wege, etwa wenn es um die Senkung der Energiekosten geht. So betreibt er in Ihringshausen seit 2012 eine eigenen Fotovoltaik-Anlage und ein Blockheizkraftwerk.

Wenn neben der Arbeit noch Zeit bleibt, fährt der Vater einer Tochter gerne Motorrad, zudem ist er Mitglied im Schützenverein Vellmar. Auf die Frage, was er als Experte selbst am liebsten isst, antwortet er, ohne lange zu zögern: „Am allerliebsten esse ich runde Ahle Wurst. Und wenn ich etwas grille, dann gerne Schweinenacken, gewürzt nur mit Pfeffer und Salz.“

Info: Das 25-jährige Bestehen der Fleischerei Schomberg in Ihringshausen, Veckerhagener Straße 130, wird gefeiert am Freitag, 9. Mai, und am Samstag, 10. Mai, mit Aktionen für die Kunden.

Von Meike Schilling

"Es ist zu Spät"
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Die alte Generation bekommt das hin,die junge will das gar nicht mehr.!!!

Kommentare

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