Hildegard und Alfred Kabbeck feiern heute ihre Diamantene Hochzeit mit 40 Gästen

Der Liebesblitz schlug ein

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Junges Brautpaar: Hildegard und Alfred Kabbeck heirateten vor 60 Jahren in ihrer damaligen Heimat Hambergen.

Schauenburg. Als Hildegard Kabbeck - damals 17 Jahre jung - der überkonfessionell christlichen Jugendbewegung „Entschieden für Christus“ (EC) beitrat, ahnte sie nicht, dass sie dort ihren zukünftigen Ehemann treffen würde. „Ich habe mir die Jungens dort angeguckt und wollte keinen davon haben“, erzählt die heute 78-Jährige schmunzelnd.

Auch Alfred war als junger Bursche bei EC. Als er Hildegard zum ersten Mal sah, traf den damals 22-Jährigen sofort der Liebesblitz. „Ich hatte von Anfang an ein Auge auf sie geworfen“, sagt er.

Auf Jesus vertraut

Sie beide haben stets auf die Hilfe von Jesus vertraut und leben den Glauben bis heute. „Wenn wir mal nicht weiter wussten oder eine Situation schier aussichtslos erschien, haben wir gebetet, und der Herr hat uns den richtigen Weg gezeigt“, sagt die Ehefrau. Allerdings sei der richtige nicht immer der einfachste Weg gewesen, ergänzt Alfred.

Irgendwann ging Hildegard aus ihrer Heimat Ostpreußen fort nach Bremen, um eine Schwesternausbildung zu beginnen. Alfred, der dachte, er hätte alle Zeit der Welt, um Hildegard seine Liebe zu gestehen, vertraute auch dieses Mal auf himmlischen Beistand. „Wenn ich sie bekommen soll, dann wird der Herr uns auch zusammenbringen“, dachte sich der junge Mann.

Immer wieder schrieb er ihr freundschaftliche Briefe, ohne dass sie etwas ahnte. An einem Wochenende, das die junge Schwesternschülerin zuhause verbrachte, traf sie auf Alfred, der nun nicht länger warten wollte und ihr kurzerhand einen Heiratsantrag machte. Sie sei total verdutzt gewesen, schließlich waren sie noch nicht mal ein Liebespaar, sagt sie heute.

Bedenkzeit erbeten

Sie hätte sich ein bisschen Bedenkzeit erbeten. Doch dann kam alles ganz anders. Alfred bekam eine Blinddarmentzündung und sollte an einem Dienstag operiert werden. So nahm sich Hildegard mittwochs frei, um ihrem platonischen Freund einen Krankenbesuch abzustatten. Doch dazu sollte es nicht kommen.

Sie bekam zur gleichen Zeit auch eine Blinddarmentzündung und wurde Mittwoch operiert. Durch dieses Erlebnis ist ihr klar geworden, wie sehr sie Alfred mochte und vermisste. Am 18. Oktober 1953 verlobten sie sich. Am 30. April 1954 trat das Paar in ihrem Wohnort Hambergen vor den Traualtar.

Im Freizeitheim gearbeitet

50 Jahre war der Ort in der Nähe von Osterholz-Scharmbeck ihre Heimat, bis sie 1995 nach Bogelsberg bei Oldenburg zogen. Dort arbeiteten sie 15 Jahre in dem Freizeitheim ihrer Tochter Sigrid mit. 2010 war Schluss, und die beiden zogen zu ihrem Sohn Hartmut nach Hoof.

Es dauerte nicht lange, da hatte das gesellige Ehepaar sich einen großen Bekanntenkreis aufgebaut. Ihre Diamantene Hochzeit feiern Hildegard und Alfred Kabbeck mit 40 Gästen in Martinhagen. Darunter sind ihre beiden Kinder, sechs Enkelkinder und fünf Urenkel. Noch in diesem Jahr werden die Jubilare zum sechsten und siebten Mal Urgroßeltern.

Von Tina Hartung

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